Freitag, 31. August 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 174


6.W.K.6.2. Und obwohl sie im Innern der Seele einerseits eine große Sicherheit zu haben scheint, vor allem wenn sie mit Gott allein ist, lebt sie andererseits sehr in Bedrängnis, da sie fürchtet, es könne der Böse sie derart täuschen, dass sie den beleidigt, den sie so sehr liebt.Wegen der Redereien empfindet sie wenig Schmerz, es sei denn, der Beichtvater selbst setzt ihr zu, wie wenn sie etwas dafür könnte. Sie macht nichts anderes als alle ums Gebet zu bitten und Seine Majestät anzuflehen, sie auf einen anderen Weg zu führen,6 da man ihr rät, das zu tun, weil dieser sehr gefährlich sei. Da sie auf ihm aber so große Fortschritte gemacht hat (denn sie kann nicht umhin zu sehen, dass sie das hat), und er, wie sie liest und hört und durch die Gebote Gottes weiß, zum Himmel führt, vermag sie nicht, sich das zu wünschen, selbst wenn sie es wollte, sondern nur sich seinen Händen zu überlassen. Sich das nicht wünschen zu können, schmerzt sie auch noch, weil sei meint, dem Beichtvater nicht zu gehorchen, denn sie meint, dass im Gehorchen und Nicht-Beleidigen unseres Herrn alle Abhilfe liege, um nicht getäuscht zu werden; und so beginge sie ihrer Meinung nach bewusst nicht einmal eine lässliche Sünde,7 auch wenn man sie in Stücke haute; es bedrückt sie sehr zu sehen, dass sie es nicht vermeiden kann, viele zu begehen, ohne es zu merken.

Anmerkungen
6 Vgl. V 25,15.
7 Vgl. CC 1,13. Zum ganzen Absatz vgl. auch V 27; 29.

(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)

2. Y aunque en lo interior del alma parece tiene gran seguridad por una parte, en especial cuando está a solas con Dios, por otra anda muy afligida; porque teme si la ha de engañar el demonio de manera que ofenda a quien tanto ama, que de las murmuraciones tiene poca pena, si no es cuando el mismo confesor la aprieta, como si ella pudiese más. No hace sino pedir a todos oraciones y suplicar a Su Majestad la lleve por otro camino, porque le dicen que lo haga, porque éste es muy peligroso; mas como ella ha hallado por él tan gran aprovechamiento, que no puede dejar de ver que le lleva, como lee y oye y sabe por los mandamientos de Dios el que va al cielo, no lo acaba de desear, aunque quiere, sino dejarse en sus manos. Y aun este no lo poder desear le da pena, por parecerle que no obedece al confesor; que en obedecer y no ofender a nuestro Señor le parece que está todo su remedio para no ser engañada; y así no haría un pecado venial de advertencia porque la hiciesen pedazos, a su parecer; y aflígese en gran manera de ver que no se puede excusar de hacer muchos sin entenderse.

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