Mittwoch, 29. August 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 172


6.W.K.5.12. Um nun aber auf den Mut zurückzukommen, dessen es bedarf, meint ihr, das geht alles so leicht? Es fühlt sich ja wirklich so an, als trennte sich die Seele vom Leib, weil man merkt, dass einem die Sinne schwinden, aber nicht versteht wozu. Da ist es nötig, dass der ihn gebe, der auch alles Übrige gibt. Ihr werdet sagen, dass diese Furcht reichlich entlohnt wird. Das sage ich auch! Er, der so viel zu geben vermag, sei für immer gepriesen! Möge es Seiner Majestät gefallen, uns zu geben, damit wir würdig seien, ihm zu dienen.24 Amen.

Anmerkungen
24 Man beachte die Reihenfolge: Der Mensch muss nicht zuerst würdig werden, Gnadengeschenke von Gott zu erhalten, sondern es ist vielmehr umgekehrt: Die umsonst geschenkte Gnade macht ihn würdig, Gott so zu dienen, wie es ihm angemessen ist.

(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)

12. Pues tornando al ánimo que es menester, ¿paréceos que es tan liviana cosa?; que verdaderamente parece que el alma se aparta del cuerpo, porque se ve perder los sentidos y no entiende para qué. Menester es que le dé el que da todo lo demás. Diréis que bien pagado va este temor. Así lo digo yo. Sea para siempre alabado el que tanto puede dar. Plega a Su Majestad, que nos dé para que merezcamos servirle, amén.

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