Mittwoch, 22. August 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 165


6.W.K.5.5. Auch dazu bedarf es großen Mutes, denn es ist etwas, das einen sehr verzagen lässt, und wenn unser Herr ihn ihr nicht schenkte, würde sie immer in großer Bedrängnis dahinleben; denn im Blick auf das, was Seine Majestät mit ihr tut, und dann wieder auf sich blickend, wie wenig sie im Vergleich zu dem, wozu sie verpflichtet ist, leistet, dazu noch dieses kleine Wenig, das sie tut, voller Fehler und Schwächen und Lauheit, hält sie es für besser, nicht daran erinnert zu werden, wie unvollkommen sie ein Werk tut (falls sie es tut), und darauf bedacht zu sein, es zu vergessen, sich ihre Sünden vorzuhalten und sich dem Erbarmen Gottes anheim zu geben. Da sie nämlich nichts hat, womit sie bezahlen könnte, mögen es sein Mitgefühl und Erbarmen ausgleichen, das er immer mit den Sündern hatte.

(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)

5. Para esto también es menester gran ánimo, que es una cosa que acobarda en gran manera; y si nuestro Señor no se le diese, andaría siempre con gran aflicción; porque mirando lo que Su Majestad hace con ella y tornándose a mirar a sí, cuán poco sirve para lo que está obligada, y eso poquillo que hace lleno de faltas y quiebras y flojedad, que por no se acordar de cuán imperfectamente hace alguna obra, si la hace, tiene por mejor procurar que se le olvide y traer delante sus pecados y meterse en la misericordia de Dios, que, pues no tiene con qué pagar, supla la piedad y misericordia que siempre tuvo con los pecadores.

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