Freitag, 10. August 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 153


6.W.K.4.10. Ach meine Schwestern, es ist nichts, was wir hinter uns lassen, und nichts, was wir tun, noch für einen Gott tun könnten, der sich einem Wurm so mitteilen möchte! Wenn wir doch Hoffnung haben, uns schon in diesem Leben dieses Gutes zu erfreuen, was machen wir bloß? Womit halten wir uns auf? 33 Was ist denn genügend,34 um auch nur einen Augenblick lang aufzuhören, diesen Herrn zu suchen, wie es die Braut in allen Stadtteilen und Plätzen tat (Hld 3,2)? Ach, die ganze Welt ist doch nur ein Schwindel, wenn sie uns nicht dazu bringt und verhilft, selbst wenn ihre Seligkeiten und Reichtümer und Wonnen, so viele man sich nur ausdenken könnte, ewig dauerten. Alles ist Ekel und Unrat im Vergleich zu diesen Schätzen, derer man sich ohne Ende erfreuen wird! 35 Aber nicht einmal diese sind etwas im Vergleich damit, den Herrn aller Schätze und des Himmels und der Erde zu eigen zu haben.36

Anmerkungen
33 Eine sehr ähnliche Klage, bei der auch die Anspielung auf die Blindheit des Menschen (siehe den nächsten Absatz) nicht fehlt, bringt auch Johannes vom Kreuz: „O Menschen, erschaffen fur diese Grostaten und fur sie berufen! Was macht ihr? Womit haltet ihr euch auf? Eure Anspruche sind Unzulanglichkeiten und eure Besitztumer Erbarmlichkeiten. O erbarmliche Blindheit der Augen eurer Seele, da ihr bei soviel Licht blind und bei so lauten Stimmen taub seid und nicht seht, dass ihr fur solch grose Guter erbarmlich und unzulanglich bleibt und unwissend und unwurdig seid, solange ihr Grostaten und Ruhm [für euch selbst] sucht“ (CA 38,5 bzw. CB 39,7). Vgl. ferner 1M 1,2; V 25,17; 38,3.
34 Solo Dios basta – Nur Gott genugt, sagt Teresa an anderer Stelle (P 6).
35 Ein typischer Gedanke der mittelalterlichen Contemptus-mundi-Spiritualität, den Teresa öfter aufgreift; vgl. etwa 4M 3,9; V 27,12; 38,3; CC 53,27. Siehe dazu aber auch 6M 5,9 mit Anm.
36 Hier wird deutlich, dass es Teresa auf die persönliche Beziehung zu Jesus Christus ankommt und nicht auf die Geschenke – ein Kennzeichen jeder echten Mystik und christlichen Frömmigkeit. Vgl. auch V 37,6; CC 53,26; MC 3,1; F 10,11; usw.

(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


10. ¡Oh hermanas mías, que no es nada lo que dejamos, ni es nada cuanto hacemos ni cuanto pudiéremos hacer por un Dios que así se quiere comunicar a un gusano! Y si tenemos esperanza de aun en esta vida gozar de este bien, ¿qué hacemos?, ¿en qué nos detenemos?, ¿qué es bastante para que un momento dejemos de buscar a este Señor, como lo hacía la Esposa por barrios y plazas?(16) ¡Oh, que es burlería todo lo del mundo, si no nos llega y ayuda a esto, aunque duraran para siempre sus deleites y riquezas y gozos, cuantos se pudieren imaginar, que es todo asco y basura comparado a estos tesoros que se han de gozar sin fin! Ni aun éstos no son nada en comparación de tener por nuestro al Señor de todos los tesoros y del cielo y de la tierra.

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