Dienstag, 10. Juli 2018

Schwester Agnes Teresa vom Heiligen Antlitz, Karmelitin - RIP

Im Alter von 60 Jahren starb am 25. Juni 2018 im Karmelitinnenkloster in Krakau Schwester Agnes Teresa vom Heiligen Antlitz OCD.



Sie wurde am Festtag der Muttergottes, Mariä Geburt, am 8. September 1957 in Weißrussland geboren. Im selben Jahr gingen die Eltern mit ihrer Tochter nach Polen. Am 18. April 1977 trat sie in den Karmel in Krakau ein, wo sie am 2. Mai des darauffolgenden Jahres eingekleidet wurde. Die einfache Profess legte sie am 3. Mai 1979 ab, ihre feierliche Profess am 12. September 1982.



Auf ihr Professbildchen schrieb Schwestern Agnes:

„Maria, gib, dass Jesus mich immer zu einem reinen,
stillen und heiligen Opfer mache.“

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„Maryjo spraw bym dla Jezusa była zawsze ofiarą czystą, cichą i świętą”

Dieses Gebet erfüllte die große Marienverehrerin Tag für Tag, es wurde zum Inhalt ihres gesamten Lebens.

Quelle: https://www.karmel.pl/krakow-wesola/


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Freitag, 20. April 2018

Priorin Evamaria Heigl OCD im Interview

In einem 20-Minuten dauernden Hörfunk-Interview mit der Priorin der Unbeschuhten Karmelitinnen im Kloster Wemding, erzählt Schwester Evamaria Heigl, wie das Leben im Kloster aussieht, wie der Wechsel zwischen Arbeit und Gebet die Gemeinschaft prägt.

 
Quelle: pde-Foto: Bernhard Löhlein, www.bistum-eichstaett.de

Derzeit leben neun Schwestern im Karmelitinnenkloster Wemding. Nachwuchssorgen kenne die Priorin durchaus. Gott berufe zwar nach wie vor Menschen in seine Nachfolge. „Aber eine so starke Bindung wie bei uns können nur wenige fassen.“

Gerade das Miteinander der Schwestern sei bei aller Zurückgezogenheit und Stille sehr wichtig. „Bei uns wird auch gelacht, wir sind kein Trauerkloster.“

Eine Trennung der Welt außerhalb und innerhalb des Klosters sieht die Ordensschwester nicht. „Die Welt ist auch in uns. Es geht uns darum, Gott als den lebendigen Gott zu bezeugen.“

Zu hören ist das Interview mit Sr. Evamaria bei Radio K1, dem kirchlichen Hörfunk für das Bistum Eichstätt. Hier der LINK zum PODCAST:

siehe auch:
https://www.bistum-eichstaett.de/aktuell/aktuelle-meldungen-details/news/wir-sind-kein-trauerkloster-hoerfunk-interview-mit-sr-evamaria-heigl-priorin-der-karmelitinnen-i/

http://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Wir-sind-kein-Trauerkloster;art575,3744712

 

Mittwoch, 7. Februar 2018

Karmelitinnen aus Charkow in der Ukraine und ihre Gebete

Der Karmel von Charkow geht auf das Jahr 1995 zurück. Papst Johannes paul setzte sich dafür ein. Gegenwärtig gibt es elf Karmelitinnen aus der Ukraine, Polen und der Slowakei.

Dieses Kloster der Karmelitinnen liegt unweit der russisch-ukrainischen Grenze. Es handelt sich um das einzige kontemplative Kloster in der Diözese Charkow und Saporischschja, das vom Kriegsdrama der Ukraine betroffen ist. Im Oktober 2017, 100 Jahre nach der Oktoberrevolution, die den europäischen Osten umwälzte, gewinnt die Anwesenheit eines Karmel in Charkow im Osten der des Landes eine besondere Bedeutung. Obwohl sie durch die Klausur von der Welt getrennt sind, vergessen sie nicht, was um sie herum geschieht. Elf Karmelitinnen beten hier ständig um Frieden. Das ist jetzt ihre Mission, sagt die Priorin Schwester Anna Maria vom Heiligen Geist.

 „Wir beten in erster Linie für den Frieden in der Ukraine. Als Gott uns erlaubte, gerade jetzt, im Krieg, hier zu sein, nehmen wir alles an, wie schwierig und schmerzhaft es auch sein mag. Viele Menschen kommen zu uns und bitten um Gebet. Wir bitten für ihre Söhne, damit sie eine Chance haben, aus dem Krieg zurückzukommen. Frauen bitten um Gebete für ihre Ehemännern und Kinder für die Rückkehr ihrer Väter.

Wir bringen alles ständig vor Gott und bitten um seine Gnade. Wir beten, dass die Gnade Gottes die Herzen derer berührt, die für diese Situation verantwortlich sind. Der Krieg, der draußen stattfindet, beginnt tief im menschlichen Herzen. Wir beten für den Frieden der menschlichen Herzen. Jetzt in besonderer Weise Herzen in der Ukraine, für all jene Menschen, die in diesem Land leben. Für eine wirkliche Lösung dieses Konflikts
.“



Karmelitinnen von Charkow mit ihrem Bischof

Gedanken einer Karmelitin aus Charkow:

Ave Maria!

Es ist Samstag, ein Winterabend, ich sitze in meiner Zelle. Vor dem Fenster herrscht eisige Kälte und es fällt schweren Schnee wie funkelnde Sterne vom Himmel. In der Ferne flackern Lichter in der Stadt Charkow. Tiefe Stille durchdringt die Gegenwart Gottes. Ich bin in dieser Stunde nahe bei Maria, meiner geliebten Mutter...

Ich bedenke in meinem Herzen die jüngsten Diskussionen, die Nachrichten über den Krieg, die vielen Bitten um unsere Gebete, die Sorgen der weinenden Frauen in unserer Kapelle - ich höre von den vielen Obdachlosen und den Soldaten an der Front - haben sie alle warme Kleidung, haben sie etwas zu essen? ...

Der Krieg verlangt täglich seinen grausamen Tribut: es wird getötet, verletzt, schwer verletzt - junge Burschen, Männer, Väter und Söhne; es ist da die Sehnsucht ihrer Mütter, ihrer Frauen und Kinder, - alle weinen bittere Tränen ...

Ich sammle all diese Gedanken, diese „schmerzhaften Krümel“ in das Brot des Gebetes und opfere sie dem Herrn. Ich bitte ihn um ein Wunder, um Veränderung; ich flehe mit Maria, der Mutter des Trostes, ich flehe die Trösterin der Betrübten an. Ich bete für unseren Priester und unseren Bischof Stanisław Szyrokoradiuk, ein Mann von großem Herzen, der besorgt ist über die Ärmsten. Kürzlich wurde das zweite Heim für alleinerziehende Mütter in Charkow eröffnet, das von den polnischen Orionistenschwestern geleitet wird.

„Charkowska-Caritas“ bietet Trinkwasser, Nahrung, Kleidung für Soldaten und Zivilisten in dem vom Krieg betroffenen Gebiet. In der sogenannten „Grauen Zone“, die Zone, die die kämpfenden Parteien voneinander trennt, mit denen niemand etwas zu tun hat, gibt es Priester verschiedener Konfessionen, die von Laien unterstützt werden; sie beschäftigen sich mit der Bildung von Kindern, unterstützen die kranken, alten und einsamen Menschen, denen die elementare Fürsorge fehlt. Sie stellen Nahrung für Trinkwasser und Medizin zur Verfügung. Sie verkünden Jesus, indem sie ihm mit ihrem Leben Zeugnis geben. Ich weiß, dass sie unter sehr schwierigen Bedingungen leben. - Ich weiß, dass sie auch einen geistlichen Kampf führen, um in ihrem Dienst auszuharren, ihn nicht zu verlassen …

Das Drama des Krieges geht weiter ... Ich habe drei Worte geschrieben, aber das ist nichts gegen das endlose Leid … Wir wissen um die alltägliche Sündhaftigkeit, hinter der die bösen Mächte der Finsternis lauern. Die Korruption ist besonders rücksichtslos und sammelt sich ständig neue Opfer unter den Menschen, besonders den alten und wehrlosen Menschen ... Die Demoralisierung breitet sich unter verschiedenen Begriffen aus …

„Herr, wer wird bestehen?“
Ich glaube, dass das Licht nicht in der Dunkelheit verlischt.
Ich hoffe, dass Dein Blut, Jesus, uns retten wird, auf dass in der Ukraine alle Herzen dafür schlagen und rufen und bitten um Gnade, damit die Vernunft siegt - ... auch in mir selbst!

Gerade heute, in dieser Samstagnacht, nach vielen Jahren meines Lebens hinter den Gittern des Karmel, frage ich mich: Was ist die Qualität meiner Existenz vor Gott?

Oh, wie sehr muss ich mich demütigen, damit ich Deinen Segen empfange, mein Gott, Dich zu lieben und Dein Herz, das für jedes Übel beschuldigt wird und vernachlässigt; ich bitte um Gnade …

Ich verbinde mich mit Dir, Jesus, und ich sage:
„Vater, vergib uns, denn wir wissen nicht, was wir tun“.
 – Marias Unbeflecktes Herz, sei unser Heil.
Ich bitte Dich, mein Geliebter, mit meinem Gebet - hilf uns!


Karmel Charkow - https://www.karmel.pl/pokotylivka/

 
Karmelitinnen


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