Montag, 30. Juli 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 142


6.W.K.3.17. Falls es Gunsterweise und Geschenke des Herrn sind, soll sie aufmerksam hinschauen, ob sie sich deswegen für besser hält; und wenn sie nicht umso beschämter ist, je größer das geschenkte Wort ist, darf sie glauben, dass es nicht vom Geist Gottes kommt. Denn das ist ganz sicher, dass die Seele selbst, falls es so ist, um so weniger von sich hält, je größer die ihr erwiesene Gnade ist, und sich um so öfter an ihre Sünden erinnert und ihren eigenen Gewinn vergisst, und ihr Wille und ihr Gedächtnis um so mehr darum kreisen, einzig die Ehre Gottes zu wollen und sich nicht einmal an den eigenen Vorteil zu erinnern, und sie um so mehr Furcht hat, in irgendeiner Kleinigkeit von seinem Willen abzuweichen, und sich um so sicherer fühlt, dass sie diese Gnaden niemals verdient hat, sondern vielmehr die Hölle. Da alle Dinge und Gnaden, die ihr beim inneren Beten zuteil werden, diese Auswirkungen haben, soll die Seele nicht entsetzt, sondern voll des Vertrauens auf das Erbarmen des Herrn sein, der treu ist und nicht zulassen wird, dass der Böse sie täuscht, 45 auch wenn es immer gut ist, seinen Weg in Furcht zu gehen.

Anmerkungen
45 Eine Anspielung auf 1 Kor 10,13; vgl. V 23,15, wo sie berichtet, dass diese Paulusstelle sie „sehr getrostet“ habe.

(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


17. Si son favores y regalos del Señor, mire con atención si por ello se tiene por mejor; y si mientras mayor palabra de regalo, no quedare más confundida, crea que no es espíritu de Dios. Porque es cosa muy cierta que, cuando lo es, mientras mayor merced le hace, muy más en menos se tiene la misma alma y más acuerdo trae de sus pecados y más olvidada de su ganancia y más empleada su voluntad y memoria en querer sólo la honra de Dios, ni acordarse de su propio provecho, y con más temor anda de torcer en ninguna cosa su voluntad, y con mayor certidumbre de que nunca mereció aquellas mercedes, sino el infierno. Como hagan estos efectos todas las cosas y mercedes que tuviere en la oración, no ande el alma espantada, sino confiada en la misericordia del Señor, que es fiel y no dejará al demonio que la engañe, aunque siempre es bien se ande con temor.

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