Mittwoch, 18. Juli 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 130


6.W.K.3.4. Um nun aber zu dem zurückzukehren, was ich von den Ansprachen an die Seele sagte, so können sie in allen Arten, die ich genannt habe, 12 von Gott, aber auch vom Bösen oder aus der eigenen Phantasie kommen. 13 Ich werde, falls es mir mit der Gunst des Herrn gelingt, die Anzeichen, die es bei diesen Unterscheidungen gibt, nennen und sagen, wann diese Ansprachen gefährlich sind, denn unter Leuten des inneren Betens sind viele Seelen, die sie vernehmen; ich möchte nämlich nicht, Schwestern, dass ihr glaubt, nicht recht zu handeln, wenn ihr ihnen keinen Glauben schenkt, aber genauso wenig, wenn ihr ihn ihnen schenkt, sofern sie nur euch angehen, als Geschenk oder als Warnung vor euren Fehlern, wer auch immer sie sagt, oder ob es sogar Einbildung sei, was wenig zur Sache tut. Vor einem aber warne ich euch: Glaubt nur ja nicht, dass ihr deswegen besser seid, selbst wenn sie von Gott kommen sollten, denn er hat oft genug zu den Pharisäern gesprochen, und alles Gute liegt darin, wie man sich diese Worte zunutze macht. Auf keines, das nicht ganz mit der Heiligen Schrift übereinstimmt, 14 sollt ihr mehr geben als wenn ihr es vom Bösen selbst hörtet. Denn auch wenn es eurer krankhaften Phantasie entstammen sollte, muss man das als Versuchung in Glaubensdingen betrachten und daher immer Widerstand dagegen leisten, damit sie allmählich verschwinden. Und sie verschwinden sicher, da sie wenig Kraft in sich haben.

Anmerkungen
12 In 6M 3,1.
13 Wenn sie von Gott sind (6M 3,4-9), besteht absolute Passivität (6M 3,18). Sie müssen „ganz mit der Heiligen Schrift ubereinstimmen“ (6M 3,4). Sie bringen „eine grose Ruhe ... und eine andachtige und friedliche Sammlung“ hervor (6M 3,6); „sie entschwinden lange Zeit nicht aus dem Gedachtnis,“ mit „felsenfester Gewissheit“ (6M 3,7). Sie haben umwandelnde Kraft, „sei es in Worten oder in Werken“ (6M 3,5), „da die Worte des Herrn in uns wie zu Werken geworden sind“ (7M 2,7). Wenn sie von der Einbildung kommen, „gibt es keines dieser Anzeichen“ und es „hinterlasst ... dieselben Wirkungen wie ein Traum“ (6M 3,10). „Wenn sie vom Bosen sind, muss man sich mehr furchten“ (6M 3,11).
14 Neben einer tiefen inneren Gewissheit (vgl. 5M 1,9; 6M 3,7) und positiven Auswirkungen im Alltag (vgl. neben 6M 3,6; V 25,2; 28,9ff; 37,7; 5,10; CC 1,37; 53,16.20; 62; 66,3) nennt Teresa als wichtiges Kriterium für den göttlichen Ursprung innerer Erfahrungen oft die Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift (und der Lehre der Kirche); siehe auch CC 4; 53,9; V 13,18; 25,13; 32,17; 33,5; 34,11; 40,4 mit Anm.

(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)

4. Pues tornando a lo que decía de las hablas con el ánima, de todas las maneras que he dicho, pueden ser de Dios y también del demonio y de la propia imaginación. Diré, si acertare, con el favor del Señor, las señales que hay en estas diferencias y cuándo serán estas hablas peligrosas. Porque hay muchas almas que las entienden entre gente de oración, y querría, hermanas, que no penséis hacéis mal en no las dar crédito, ni tampoco en dársele cuando son solamente para vosotras mismas, de regalo o aviso de faltas vuestras, dígalas quien las dijere, o sea antojo, que poco va en ello. De una cosa os aviso, que no penséis, aunque sean de Dios, seréis por eso mejores, que harto habló a los fariseos, y todo el bien está cómo se aprovechan de estas palabras; y ninguna que no vaya muy conforme a la Escritura hagáis más caso de ellas que si las oyeseis al mismo demonio; porque aunque sean de vuestra flaca imaginación, es menester tomarse como una tentación de cosas de la fe, y así resistir siempre, para que se vayan quitando; y sí quitarán, porque llevan poca fuerza consigo.

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