Dienstag, 24. Juli 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 136


6.W.K.3.10. Wenn sie der eigenen Phantasie entstammen, gibt es keines dieser Anzeichen, keine Gewissheit, keinen Frieden und keine innere Wonne. Abgesehen davon kann es vorkommen, und ich kenne sogar Menschen, bei denen es vorgekommen ist, wenn sie tief im Gebet der Ruhe und im geistigen Schlaf versunken waren, dass manche von ihrer Konstitution oder Phantasie her, oder was weiß ich aus welchem Grund, so anfällig sind, dass sie in dieser tiefen Sammlung außer sich geraten, so dass sie kein Gefühl mehr für die Außenwelt haben und alle Sinne derart eingeschlafen sind, dass sie wie bei einem Schlafenden (vielleicht ist es ja wirklich so, dass sie eingeschlafen sind) den Eindruck haben, es würde jemand gleichsam in einer Art Traum zu ihnen sprechen. Aber auch wenn sie Dinge sehen und glauben, es komme von Gott, hinterlässt das letztendlich dieselben Wirkungen wie ein Traum. Und ebenso könnte es sein, wenn sie Gott herzlich um etwas bitten, dass ihnen ist, als sagte man ihnen, was sie sich wünschen; das kommt gelegentlich vor. Wer aber große Erfahrung mit den Ansprachen Gottes hat, kann da meines Erachtens durch die Einbildung nicht getäuscht werden.

(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


10. Si son de la imaginación, ninguna de estas señales hay, ni certidumbre ni paz y gusto interior; salvo que podría acaecer, y aun yo sé de algunas personas a quien ha acaecido, estando muy embebidas en oración de quietud y sueño espiritual, que algunas son tan flacas de complexión o imaginación, o no sé la causa, que verdaderamente en este gran recogimiento están tan fuera de sí, que no se sienten en lo exterior, y están tan adormecidos todos los sentidos, que como una persona que duerme, y aun quizá es así que están adormizidas, como manera de sueño les parece que las hablan y aun que ven cosas, y piensan que es de Dios, y dejan los efectos en fin como de sueño. Y también podría ser pidiendo una cosa a nuestro Señor afectuosamente, parecerles que le dicen lo que quieren, y esto acaece algunas veces. Mas a quien tuviere mucha experiencia de las hablas de Dios, no se podrá engañar en esto -a mi parecer- de la imaginación.

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