Sonntag, 1. Juli 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 113


6.W.K.1.10. Kurzum, in diesem Sturm gibt es keine andere Abhilfe als auf das Erbarmen Gottes zu warten, das ihn unversehens durch ein einziges Wort von ihm oder durch einen zufälligen Anlass urplötzlich ganz und gar vertreibt, so dass es aussieht, als hätte nie ein Wölkchen die Seele getrübt – so sehr ist sie dann von Sonne und von noch viel größerem Trost durchflutet. Und wie einer, der einer gefahrvollen Schlacht entkommen ist, ja den Sieg davon getragen hat, verweilt sie im Lob unseres Herrn, da er es war, der für den Sieg stritt. Sie dagegen erkennt ganz klar, dass nicht sie gekämpft hat, weil sie alle Waffen, mit denen sie sich hätte verteidigen können, in den Händen ihres Gegners zu sehen glaubt, und so erkennt sie klar ihre Armseligkeit und wie verschwindend wenig wir aus uns vermögen, falls uns der Herr im Stich lassen sollte. 35

Anmerkungen
35 Ein Gedanke, der bei Teresa immer wiederkehrt; vgl. CE 65,5. Sie versichert immer wieder, dass der Mensch selbst nur wenig tut, während Gott alles tut bzw. die Kraft schenkt; siehe etwa V 16,4; 19,2; 20.7.9; 21,11; 31,17f; 38,4; 39,23; E 4,1.


(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


10. En fin, que ningún remedio hay en esta tempestad, sino aguardar a la misericordia de Dios, que a deshora, con una palabra sola suya o una ocasión que acaso sucedió, lo quita todo tan de presto, que parece no hubo nublado en aquel alma, según queda llena de sol y de mucho más consuelo; y como quien se ha escapado de una batalla peligrosa con haber ganado la victoria, queda alabando a nuestro Señor, que fue el que peleó para el vencimiento; porque conoce muy claro que ella no peleó; que todas las armas con que se podía defender le parece que las ve en manos de su contrario, y así conoce claramente su miseria y lo poquísimo que podemos de nosotros si nos desamparase el Señor.

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