Mittwoch, 25. Juli 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 137


6.W.K.3.11. Wenn sie vom Bösen sind, muss man sich mehr fürchten, doch wenn die erwähnten Anzeichen 31 vorhanden sind, darf man sehr sicher sein, dass es von Gott kommt, jedoch auch wiederum nicht so sehr, dass man im Fall von etwas Schwerwiegendem, das einem gesagt wird, und das man entweder für sich oder für Dritte durchführen muss, etwas ohne die Meinung eines studierten und klugen und gottesfürchtigen Beichtvaters täte, 32 ja so etwas soll einem noch nicht einmal in den Sinn kommen, selbst wenn man mehr und mehr verstehen und zur Meinung kommen sollte, dass es ganz klar von Gott ist. Denn das will Seine Majestät, was aber nicht bedeutet, dass man zu tun unterließe, was er uns aufträgt, da er uns selbst gesagt hat, dass wir den Beichtvater als seinen Stellvertreter haben sollen, 33 auch dort, wo man nicht daran zu zweifeln vermag, dass es seine Worte sind. Diese tragen dazu bei, uns Mut zu machen, wenn es ein schwieriges Geschäft ist, und unser Herr wird ihn dem Beichtvater einflößen und ihn zum Glauben führen, dass es sein Geist ist, wenn er es möchte, und wenn nicht, ist man zu mehr nicht verpflichtet. Etwas anderes zu tun, als was hier gesagt wurde, oder seinem eigenen Urteil zu folgen, halte ich für sehr gefährlich; und so ermahne ich euch, Schwestern, von Seiten unseres Herrn, dass das nie vorkommen möge!

Anmerkungen
31 Die in 6M 3,5-7 genannten.
32 Vgl. V 26,3. Man beachte die Bedingungen, die sie stellt: der Beichtvater soll „studiert,“ klug“ und „gottesfurchtig“ sein. Aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen mit schlecht ausgebildeten oder unklugen Beichtvätern (V 5,3; und ferner V 4,7; 20,21; 23, 8f.11f; 25,14.22; 26,3; 28,14f; 29,4f; 33,7f; CC 53,19) hebt Teresa vor allem die Notwendigkeit einer guten theologischen Grundlage hervor – eine unerhörte Forderung aus dem Mund einer Frau; siehe etwa CE 3,6; 8,2; Es 6,2; V 13,16.18f; 17,8; 25,14.
33 Vermutlich dachte die Autorin an Lk 10,16: „Wer euch hort, der hort mich,“ was in der Karmelregel (Kap. XVI) auf die Oberen bezogen wurde; siehe K. Waaijman, Der mystische Raum des Karmels, 33. In F 5,12 bezieht sie es selbst u. a. auch auf den Beichtvater.

(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


11. Del demonio hay más que temer. Mas si hay las señales que quedan dichas, mucho se puede asegurar ser de Dios, aunque no de manera que si es cosa grave lo que se le dice y que se ha de poner por obra de sí o de negocios de terceras personas, jamás haga nada, ni le pase por pensamiento, sin parecer de confessor letrado y avisado y siervo de Dios, aunque más y más entienda y le parezca claro ser de Dios; porque esto quiere Su Majestad, y no es dejar de hacer lo que El manda, pues nos tiene dicho tengamos al confesor en su lugar, adonde no se puede dudar ser palabras suyas; y éstas ayudan a dar ánimo, si es negocio dificultoso, y nuestro Señor le pondrá al confesor y le hará crea es espíritu suyo, cuando El lo quisiere; y si no, no están más obligados. Y hacer otra cosa sino lo dicho y seguirse nadie por su parecer en esto, téngolo por cosa muy peligrosa; y así, hermanas, os amonesto de parte de nuestro Señor que jamás os acaezca.

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