Montag, 9. Juli 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 121


6.W.K.2.3. Ich zerreiße mich geradezu, Schwestern, um euch diese Liebesgeschichte verständlich zu machen, weiß aber nicht wie, da es widersprüchlich erscheint, einerseits klar zu machen, dass der Geliebte zwar eindeutig bei der Seele weilt, sie aber zugleich mit einem so unverkennbaren Signal herbeizurufen scheint, dass man nicht daran zweifeln kann, und sich mit einem so durchdringenden Pfeifen von ihr vernehmen lässt, dass sie es nicht überhören kann. Es scheint nicht anders zu  sein, als dass sich das ganze Volk, das in den übrigen Wohnungen weilt, nicht zu rühren wagt, sobald der Bräutigam, der in der siebten weilt, auf diese Weise spricht (was keine ausgeformte Ansprache ist), 6 weder die Sinne, noch die Vorstellungskraft und auch nicht die Seelenvermögen. Du, mein mächtiger Gott, wie groß sind deine Geheimnisse, und wie anders als alles, was man hier auf Erden erleben oder verstehen kann, sind die Dinge des Geistes, denn mit nichts kann man dies erklären, das doch so gering ist im Vergleich zu den ganz großen Dingen, die du an den Seelen wirkst!

Anmerkungen
6 An dieser Stelle zeigt sich erneut, dass Teresa mit der damals üblichen mystischen Terminologie vertraut ist; unter einer ausgeformten Ansprache verstand man eine verbalisierte mystische (von Gott geschenkte) Einsicht, im Gegensatz zu der in sogenannten intellektuellen Visionen (siehe Anhang I und ferner 6M 8) gewährten nicht verbalisierten rein-geistigen Einsicht; vgl. V 25,1. Johannes vom Kreuz verwendet eine vergleichbare Terminologie, wenn er zwischen aufeinanderfolgenden, ausgeformten und wesenhaften Ansprachen unterscheidet; siehe 2S 28 und vor allem 2S 30.
                                                   

(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)

3. Deshaciéndome estoy, hermanas, por daros a entender esta operación de amor, y no sé cómo. Porque parece cosa contraria dar a entender el Amado claramente que está con el alma, y parecer que la llama con una seña tan cierta que no se puede dudar y un silbo tan penetrativo para entenderle el alma que no le puede dejar de oír; porque no parece sino que en hablando el Esposo, que está en la séptima morada, por esta manera que no es habla formada), toda la gente que está en las otras no se osan bullir, ni sentidos, n imaginación, ni potencias.
¡Oh mi poderoso Dios, qué grandes son vuestros secretos, y qué diferentes las cosas del Espíritu Santo a cuanto por acá se puede ver ni entender, pues con ninguna cosa se puede declarar ésta tan pequeña, para las muy grandes que obráis con las almas!

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