Samstag, 28. April 2012

Teresia Benedikta vom Kreuz 25 Jahre selig


Es war am 1. Mai 1987 in Köln, als Papst Johannes Paul II. Edith Stein während seines Deutschlandbesuches selig gesprochen hat. Dieser Papst war es auch, der nur wenige Jahre später, am 11. Oktober 1998 in Rom, die Karmelitin Sr. Teresia Benedicta a cruce aus dem Kölner Karmel heilig sprach.


Foto Quelle: karmel.at

Erinnern wie es war

Am 22. April 2012, einem Sonntag, feierte der Karmelitenorden im Karmelitinnenkloster zu Köln den Geburtstag von Sr. Maria Amata Neyer OCD im Beisein eines Kölner Weihbischofs. Sie vollendete ihr 90. Lebensjahr. Ohne das Wirken von Schwester Amata sind die Selig- und Heiligsprechung von Edith Stein nur schwer vorstellbar.

Als Schwester Amata 1944 in den Kölner Karmel kam, konnte sie zwar Sr. Teresa Benedikta OCD nicht mehr persönlich kennen lernen, aber die beiden Schwestern hatten in Sr. Teresia Renata Posselt OCD die gleiche Novizenmeisterin und Priorin. Später wurde Schwester Amata selbst, für 22 Jahre, Priorin der Kölner Karmelitinnen.

Die Grundlagen für die Materialsammlung um Edith Stein legte unmittelbar nach dem Ende des Krieges Sr. Teresia Margareta Drügemöller OCD, die zusammen mit Edith Stein Novizin gewesen ist. Schwester Amata Neyer, ihre Nachfolgerin, sammelte unermüdlich weiter. Über Jahrzehnte hinweg wurde alle erreichbare Literatur, Dokumente und Aussagen von Zeitzeugen Edith Steins sowie Gebetserhörungen zusammengetragen. Ohne all diese Kleinarbeit hätten die vatikanischen Prozesse zur Selig- und Heiligsprechung nicht geführt werden können.

Die erste Biographie über Edith Stein erschien 1950. Schwester Teresia Renata, die Autorin, verfolgte den Zweck, Licht in das Schicksal der seit Anfang August 1942 verschollenen Mitschwester zu bringen. Der Titel lautete: „Edith Stein: Schwester Teresia Benedicta a cruce, Philosophin und Karmelitin; ein Lebensbild, gewonnen aus Erinnerungen und Briefen“. Das Buch fand weite Verbreitung und wurde in 16 Sprachen übersetzt. Die Welt war interessiert.

Alle Publikationen von und über Edith Stein waren der Anfang für ein Literaturarchiv, aus dem später das Edith-Stein-Archiv wurde. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht, Leben und Werk Edith Steins zu dokumentieren und bekannt zu machen. Weiterhin kümmert es sich um die Sicherung der Handschriften und die Herausgabe und Verbreitung ihrer Schriften. Schwester Amata war deren erste Leiterin. Außerdem ist sie Verfasserin vieler Artikel, Dokumentationen und Publikationen zu Edith Stein. Ebenfalls ist sie Mitbegründerin (1994) der Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland e.V.






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