Donnerstag, 26. April 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 47


3.W.K.2.8. Da wir so überaus vernünftig vorangehen, kränkt uns alles, weil wir vor allem Angst haben; und so wagen wir es nicht weiterzugehen, wie wenn wir in diese Wohnungen gelangen könnten, während andere den Weg zurücklegen. Da das nicht möglich ist, wollen wir uns, meine Schwestern, aus Liebe zum Herrn anstrengen. Überlassen wir unsere Vernunft und unsere Ängste seinen Händen; vergessen wir die Schwäche unsere Natur, die uns sehr zu schaffen machen kann. Die Sorge für unseren Leib mögen die Oberen tragen;15 das kommt ihnen zu, uns aber nur das schnelle Voraneilen, um diesen Herrn zu sehen. Denn auch wenn die Bequemlichkeit, die ihr hier habt, wenig oder nichts ist, könnte uns die Sorge um die Gesundheit täuschen, und das um so mehr als sie dadurch nicht besser wird (ich weiß das, und weiß auch, dass es nicht darauf ankommt,  was mit dem Leib ist, denn das ist das wenigste). DerWeg, von dem ich spreche, ist nämlich mit großer Demut verbunden, und das ist, glaube ich – wenn ihr mich recht verstanden habt –, der Haken bei denen, die nicht vorankommen. Eher sollen wir meinen, dass wir erst wenige Schritte gemacht haben, und das auch so glauben, während uns die unserer Mitschwestern sehr behend vorkommen sollen; und wir sollten nicht nur den Wunsch haben, sondern auch dafür sorgen, dass sie uns für die Erbärmlichste von allen halten.16


Anmerkungen
15 An anderer Stelle wird klar, dass Teresa die Bedürfnisse des Leibes durchaus ernstnimmt und – anders als die meisten Reformbewegungen ihrer Zeit – nichts von einer rigoristischen Unterjochung des Leibes hält; vgl. F 29,2. Sie ist also leibfreundlicher als viele ihrer Zeitgenossen, doch warnt sie vor der Gefahr immer größerer Bequemlichkeit und Sorge um die eigene Gesundheit, die sie als verkappte Selbstsucht entlarvt und somit als Hindernis auf dem geistlichen Weg betrachtet; vgl. CE 53,3; 60,2.
16 Vgl. CE 29,5 bzw. CV 18,7; V 7,22.


(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


8. Como vamos con tanto seso, todo nos ofende, porque todo lo tememos; y así no osamos pasar adelante, como si pudiésemos nosotras llegar a estas moradas y que otros anduviesen el camino. Pues no es esto posible, esforcémonos, hermanas mías, por amor del Señor; dejemos nuestra razón y temores en sus manos; olvidemos esta flaqueza natural, que nos puede ocupar mucho. El cuidado de estos cuerpos ténganle los prelados; allá se avengan; nosotras de sólo caminar a prisa para ver este Señor; que, aunque el regalo que tenéis es poco o ninguno, el cuidado de la salud nos podría engañar; cuánto más que no se tendrá más por esto, yo lo sé; y también sé que no está el negocio en lo que toca al cuerpo, que esto es lo menos; que el caminar que digo es con una grande humildad; que si habéis entendido, aquí creo está el daño de l`s que no van adelante; sino que nos parezca que hemos andado pocos pasos y lo creamos así, y los que andan nuestras hermanas nos parezcan muy presurosos, y no sólo deseemos sino que procuremos nos tengan por la más ruin de todas.

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