Freitag, 20. April 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 41


3.W.K.2.2. Jedenfalls habe ich kein Mittel gefunden und finde auchkeines, um solche Leute zu trösten, es sei denn großes Mitgefühl mit ihrem Schmerz zu zeigen (und das hat man ja tatsächlich, wenn man sie solchem Elend ausgesetzt sieht) und  ihrer Argumentation nicht zu widersprechen, da sie sich alleeinig sind in dem Gedanken, dass sie diese Schmerzen für Gott empfinden, und es so nie einsehen werden, dass es Unvollkommenheit und bei so weit fortgeschrittenen Leuten eine weitere Selbsttäuschung ist; man soll nicht verwundert sein, dass sie darüber Schmerz empfinden, auch wenn meiner Meinung nach der Schmerz über solche Dinge schnell vorübergehen müsste; denn oftmals möchte Gott, dass seine Erwählten ihr Elend zu spüren bekommen, und entzieht ihnen ein wenig seine Gunst, denn mehr braucht es ganz gewiss nicht, damit wir uns sehr schnell erkennen. Und bald erkennt man, dass sie auf diese Weise geprüft werden, denn sie erkennen ihren Fehler ganz deutlich; und manchmal verursacht ihnen das mehr Pein als die Sache, deretwegen sie leiden, wenn sie nämlich merken, dass ihnen irdische, und nicht einmal sehr bedeutsame Dinge zusetzen, ohne dasss sie dagegen ankommen. Das halte ich für ein großes Erbarmen Gottes und, obwohl es ein Fehler ist, für einen großen Zugewinn an Demut.


(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


2. En fin, que yo no he hallado remedio ni le hallo para consolar a semejantes personas, si no es mostrar gran sentimiento de su pena (y a la verdad se tiene de verlos sujetos a tanta miseria), y no contradecir su razón; porque todas las conciertan en su pensamiento que por Dios las sienten, y así no acaban de entender que es imperfección; que es otro engaño para gente tan aprovechada; que de que lo sientan, no hay que espantar, aunque a mi parecer, había de pasar presto el sentimiento de cosas semejantes. Porque muchas veces quiere Dios que sus escogidos sientan su miseria, y aparta un poco su favor, que no es menester más, que a osadas que nos conozcamos bien presto. Y luego se entiende esta manera de probarlos, porque entienden ellos su falta muy claramente, y a las veces les da más pena ésta de ver que, sin poder más, sienten cosas de la tierra y no muy pesadas, que lo mismo de que tienen pena. Esto téngolo yo por gran misericordia de Dios; y aunque es falta, muy gananciosa para la humildad.

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