Sonntag, 17. Juni 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 99


5.W.K.1.9. Um nun zu dem Anzeichen zurückzukehren, von dem ich sage, dass es echt sei, so seht ihr schon, dass Gott diese Seele ganz dumm gemacht hat, um ihr um so besser die wahre Weisheit einzuprägen, denn solange es ihr so geht – was immer nur kurz ist (und ihr noch viel kürzer vorkommt, als es in Wirklichkeit sein muss) –, sieht, hört oder erkennt sie nichts; Gott macht sich derart im Innern dieser Seele fest, dass sie keinesfalls 29 daran zweifeln kann, dass sie in Gott und Gott in ihr war,30 sobald sie wieder zu sich kommt. So fest bleibt ihr diese Wahrheit eingeprägt, dass sie dies niemals vergisst, noch daran zweifeln kann, dass es so war, auch wenn sie Jahre verbringen sollte, ohne dass Gott ihr diese Gnade noch einmal erwiese, ganz abgesehen von den Wirkungen, die in ihr zurückbleiben; die werde ich später nennen.31 Das ist es, was in diesem Fall sehr wichtig ist.

Anmerkungen
29 Erneut schwächt Gracián die Aussage ab: „Sie hat den Eindruck, dass ...“
30 Vgl. V 10,1; 18,15; 22,3; 27,4; CV 31,2 bzw. CE 53,2; 7M 1,8f.; CC 54,18.
31 Siehe 5M 2,7-14. Teresa nennt hier zwei wichtige Kriterien, auf die sie immer wieder hinweist: die tiefe innere Gewissheit (vgl. auch 6M 3,7) und die positiven Wirkungen im Alltag (vgl. neben 6M 3,6 etwa auch V 25,2; 28,9ff; 37,7; 5,10; CC 1,37; 53,16.20; 62; 66,3). Als weiteres Kriterium nennt sie außerdem oft die Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift (und der Lehre der Kirche); siehe CC 4; 53,9; V 13,18; 25,13; 32,17; 33,5; 34,11; 6M 3,4.


(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


9. Pues tornando a la señal que digo es la verdadera, ya veis esta alma que la ha hecho Dios boba del todo para imprimir mejor en ella la verdadera sabiduría, que ni ve ni oye ni entiende en el tiempo que está así, que siempre es breve, y aun harto más breve le parece a ella de lo que debe de ser. Fija Dios a sí mismo en lo interior de aquel alma de manera que cuando torna en si en ninguna manera pueda dudar que estuvo en Dios y Dios en ella. Con tanta firmeza le queda esta verdad, que aunque pase años sin tornarle Dios a hacer aquella merced, ni se le olvida ni puede dudar que estuvo. Aun dejemos por los efectos con que queda, que éstos diré después; esto es lo que hace mucho al caso.

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