Montag, 25. Juni 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 107


6.W.K.1.4. Ich weiß von einer Person, die ziemlich große Angst hatte, dass es niemanden mehr geben würde, der ihre Beichte hörte, 17 so wie die Dinge standen, da es aber es viele sind, besteht kein Grund, mich damit aufzuhalten. Doch das Schlimmste daran ist, dass sie nicht schnell vorbeigehen, sondern das ganze Leben dauern, und die einen die anderen warnen, sich vor dem Umgang mit solchen Leuten zu hüten. Ihr werdet mir sagen, dass es auch jemanden gibt, der Gutes redet. O Töchter, wie wenige gibt es, die an dieses Gute glauben, im Vergleich zu den Vielen, die einen verwünschen! Das um so mehr, als jenes eine noch größere Prüfung ist als das Gerede! Da die Seele nämlich genau sieht, dass es von Gott geschenkt wurde und keineswegs ihr eigenes ist, falls es etwas Gutes an ihr gibt – denn noch kurz zuvor erlebte sie sich als sehr armselig und in schweren Sünden befangen –, ist es ihr eine unerträgliche Qual, zumindest anfangs, später nicht mehr so arg, und zwar aus mancherlei Gründen: Erstens, weil die Erfahrung sie lehrt, dass die Leute genauso schnell Gutes wie Böses reden, so dass sie sich aus dem einen nicht mehr macht als aus dem anderen; zweitens, weil der Herr ihr schon ein klareres Licht gegeben hat, dass das Gute nicht ihr Eigentum, sondern von Seiner Majestät gegeben ist, so wie wenn sie es an einer dritten Person sähe; und da sie darauf vergisst, dass sie irgendwie daran beteiligt ist, wendet sie sich dem Lob Gottes zu. Drittens: Falls sie erlebt hat, dass manche Seelen Fortschritte machen, weil sie die Gnaden sehen, die Gott ihr erweist, denkt sie sich, dass Seine Majestät dieses Mittel – sie für gut zu halten, obwohl sie es nicht ist – benutzt hat, damit ihnen Gutes zuteil würde. Viertens: Da die Ehre und Verherrlichung Gottes für sie mehr im Vordergrund stehen als ihre eigene, wird sie frei von einer Anfechtung, die an den Anfängen auftritt, dass nämlich diese Lobeshymnen dafür bestimmt seien, sie ins Verderben zu stürzen, wie sie das an einigen gesehen hat, und so macht es ihr nicht viel aus, ihre Ehre einzubüßen, wenn im Gegenzug Gott wenigstens einmal ihretwegen gepriesen wird; soll dann doch kommen, was mag! 18

Anmerkungen
17 Sie selbst; vgl. V 28,14. Auch hier wieder eine Aufspaltung in zwei literarische Personen; vgl. 5M 1,10; 2,14.
18 Vgl. CE 65,1 bzw. CV 36,8.


(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


4. Yo sé de una persona que tuvo harto miedo no había de haber quien la confesase, según andaban las cosas, que por ser muchas no hay para qué me detener. Y es lo peor que no pasan de presto, sino que es toda la vida, y el avisarse unos a otros que se guarden de tratar personas semejantes.
Diréisme que también hay quien diga bien. - ¡Oh hijas, y qué pocos hay que crean ese bien, en comparación de los muchos que abominan! ¡Cuánto más que ese es otro trabajo mayor que los dichos! Porque, como el alma ve claro que si tiene algún bien es dado de Dios y en ninguna manera no suyo, porque poco antes se vio muy pobre y metida en grandes pecados, esle un tormento intolerable, al menos a los principios, que después no tanto, por algunas razones: la primera, porque la experiencia le hace claro ver que tan presto dicen bien como mal, y así no hace más caso de lo uno que de lo otro; la segunda, porque le ha dado el Señor mayor luz de que ninguna cosa es buena suya, sino dada de Su Majestad, y como si la viese en tercera persona, olvidada de que tiene allí ninguna parte, se vuelve a alabar a Dios; la tercera, si ha visto algunas almas aprovechadas de ver las mercedes que Dios la hace, piensa que tomó Su Majestad este medio de que la tuviesen por buena no lo siendo, para que a ellas les viniese bien; la cuarta, porque como tiene más delante la honra y gloria de Dios que la suya, quítase una tentación que da a los principios de que esas alabanzas han de ser para destruirla, como ha visto algunas, y dásele poco de ser deshonrada a trueco de que siquiera una vez sea Dios alabado por su medio; después, venga lo que viniere.

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