Samstag, 23. Juni 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 105


6.W.K.1.2. Wirklich, wenn ich manchmal darüber nachsinne, fürchte ich, dass sich unsere schwache Natur äußerst schwer dazu entschließen könnte, es auszuhalten oder sich zum Durchstehen zu entschließen, wenn man vorher darum wüsste, selbst nicht der Güter wegen, die einem in Aussicht gestellt werden, es sei denn, man wäre schon zur Siebten 10 Wohnung gelangt. Denn dort fürchtet man sich vor nichts mehr so sehr, als dass sich die Seele nicht trotzdem rückhaltlos darauf stürzen würde, um es für Gott durchzustehen;11 der Grund dafür ist, dass sie dort nahezu immerfort so eng mit Seiner Majestät verbunden ist, dass ihr von daher die Kraft zuströmt.12 Ich glaube, es ist gut, euch einige Prüfungen aufzuzählen, die man hier, so weit ich das weiß, mit Sicherheit durchmacht. Vielleicht werden nicht alle Seelen diesen Weg geführt, auch wenn ich sehr daran zweifle, ob die Seelen, die auf die eine oder andere Weise zeitweise wahre Himmelsfreuden genießen, frei von irdischen Prüfungen leben.

Anmerkungen
10 Die Autorin hatte versehentlich „Sechsten“ geschrieben, sich dann aber verbessert.
11 Vgl. 7M 3,4f.; 6M 11,11.
12 Gott also macht uns stark für die nötige Antwort. Durch die Einung mit „dem Starken ... muss sich der Seele Starke anheften“ (7M 4,10). „Diese Gnaden sind dazu da, um ... zu starken“ (7M 4,4). Der geschenkten Stärke hat das Bemuhen des Menschen zu entsprechen (5M 2,7). In 6M ist die Seele „bereits fest entschlossen, keinen anderen Brautigam zu nehmen“ (6M 1,1) und nimmt dafür Schwierigkeiten, „Prufungen“ in Kauf (6M 1,2). Es ist der Herr, der sie „allmahlich befahigt ..., um den Mut aufzubringen, ... ihn zum Brautigam zu nehmen“ (6M 4,1).


(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


2. Por cierto que algunas veces lo considero y que temo que si se entendiesen antes, sería dificultosísimo determinarse la flaqueza natural para poderlo sufrir, ni determinarse a pasarlo, por bienes que se le representasen, salvo si no hubiese llegado a la séptima morada, que ya allí nada no se teme de arte que no se arroje muy de raíz el alma a pasarlo por Dios. Y es la causa que está casi siempre tan junta a Su Majestad, que de allí le viene la fortaleza. Creo será bien contaros algunos de los que yo sé que se pasan con certidumbre. Quizá no serán todas las almas llevadas por este camino, aunque dudo mucho que vivan libres de trabajos de la tierra de una manera o de otra las almas que a tiempos gozan tan de veras de cosas del cielo.

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