Donnerstag, 24. Mai 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 75


4.W.K.2.9. Ich werde euch sagen, was ich davon begriffen habe. Lassen wir einmal den Fall beiseite, wenn es dem Herrn gefällt, sie zu erweisen, weil Seine Majestät das will und mehr nicht. Das Warum weiß er;25 da haben wir uns nicht einzumischen. Nachdem wir das getan haben, was auch die in den vorigen Wohnungen tun: Demut, Demut! Durch sie lässt sich der Herr alles abringen, was wir uns nur von ihm wünschen.26 Das erste, woran ihr seht, ob ihr sie habt, ist, nicht zu denken, dass ihr diese Gnaden und Wonnen des Herrn verdient, noch in eurem Leben erhalten müsstet. Ihr werdet mir sagen, wie man sie auf diese Weise erlangen soll, ohne sie sich zu verschaffen. Darauf antworte ich, dass es keine bessere gibt als die, die ich euch genannt habe, nämlich sie sich nicht zu verschaffen, und zwar aus folgenden Gründen: erstens, weil das Erste, was dazu nötig ist, darin besteht, Gott ohne jedes Eigeninteresse zu lieben;
zweitens, weil es ein bisschen arg wenig demütig ist, zu meinen, durch unsere armseligen Dienste etwas so Großes erlangen zu können;
drittens, weil die wahre Zurüstung dafür im Verlangen nach Leiden und der Nachahmung unseres Herrn besteht und nicht in Wonnen, jedenfalls für uns, die wir ihn  beleidigt haben;
viertens, weil Seine Majestät nicht verpflichtetist, sie uns zu schenken, so wie die ewige Herrlichkeit, wenn wir seine Gebote halten, denn ohne sie können wir auch gerettet werden, und er besser weiß als wir, was gut für uns ist und wer ihn wirklich liebt. Das ist ganz sicher so, das weiß ich; und ich kenne Menschen, die den Weg der Liebe gehen, wie sie das sollen, allein um ihrem gekreuzigten Christus zu dienen, von dem sie nicht nur keine Wonnen erbitten, noch nach ihnen verlangen, sondern ihn sogar anflehen, ihnen in diesem Leben keine zu geben; das ist wirklich wahr.
Der fünfte Grund ist, dass wir uns vergeblich abplagen werden, da dieses Wasser nicht durch Röhren herbeigeschafft werden kann, wie das vorige; wenn die Quelle keines geben will, nützt es wenig, dass wir uns abtun. Ich will sagen: Wie sehr wir auch Meditation halten und uns sogar ausquetschen und Tränen hervorpressen mögen, es quillt von da kein Wasser hervor; es wird nur geschenkt, wem Gott will, oft gerade dann, wenn die Seele am achtlosesten ist.


Anmerkungen
25 Vgl. V 21,9. Teresa betont immer wieder, dass Gott schenkt, was, wann, wem und wie er will; siehe 4M 1,2 mit den dortigen Parallelstellen.
26 Vgl. CE 24,2, wo die Demut mit der Königin auf dem Schachbrett verglichen wird: „Es gibt keine Konigin, die ihn so sehr dazu bringen kann, sich zu ergeben, wie die Demut.“


(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


9. Dejemos cuando el Señor es servido de hacerla porque Su Majestad quiere y no por más. El sabe el porqué; no nos hemos de meter en eso. Después de hacer lo que los de las moradas pasadas, ¡humildad, humildad! Por ésta se deja vencer el Señor a cuanto de él queremos; y lo primero en que veréis si la tenéis, es en no pensar que merecéis estas mercedes y gustos del Señor ni los habéis de tener en vuestra vida. Diréisme que de esta manera que ¿cómo se han de alcanzar no los procurando? - A esto respondo que no hay otra mejor de la que os he dicho y no los procurar, por estas razones:
la primera, porque lo primero que para esto es menester es amar a Dios sin interés;
la segunda, porque es un poco de poca humildad pensar que por nuestros servicios miserables se ha de alcanzar cosa tan grande;
la tercera, porque el verdadero aparejo para esto es deseo de padecer y de imitar al Señor y no gustos, los que, en fin, le hemos ofendido;
la cuarta, porque no está obligado Su Majestad a dárnoslos, como a darnos la gloria si guardamos sus mandamientos, que sin esto nos podremos salvar y sabe mejor que nosotros lo que nos conviene y quién le ama de verdad; y así es cosa cierta, yo lo sé, y conozco personas que van por el camino del amor como han de ir, por solo servir a su Cristo crucificado, que no sólo no le piden gustos ni los desean, mas le suplican no se los dé en esta vida. Esto es verdad.
La quinta es, porque trabajaremos en balde, que como no se ha de traer esta agua por arcaduces como la pasada, si el manantial no la quiere producir, poco aprovecha que nos cansemos. Quiero decir que aunque más meditación tengamos y aunque más nos estrujemos y tengamos lágrimas, no viene este agua por aquí. Sólo se da a quien Dios quiere y cuando más descuidada está muchas veces el alma.

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