Montag, 21. Mai 2012

S. Teresa: Die innere Burg – Castillo - 72


4.W.K.2.6. Um nun auf diesen Vers zurückzukommen, so liegt der Nutzen, den er mir bringen kann, meines Erachtens in dieser Erweiterung, denn danach sieht es aus. Sobald nämlich dieses himmlische Wasser aus der Quelle, ich meine aus der Tiefe in uns hervorzuquellen beginnt, sieht es so aus, als dehne und weite sich nach und nach unser ganzes Innere und bringe Güter hervor, die sich nicht benennen lassen, ja die Seele kann noch nicht einmal verstehen, was das ist, das ihr dort geschenkt wird. Sie nimmt einen Duft wahr, sagen wir jetzt einmal, wie wenn es in jenem inneren Abgrund ein Kohlenbeckengäbe, auf das man duftendes Räucherwerk streute. Man sieht weder die Lichtglut, noch wo sie ist, aber die Wärme und der Duftrauch durchdringen die ganze Seele, und oft genug hat auch der Leib Anteil daran, wie ich schon sagte.18 Schaut her und versteht mich: Man spürt keine Wärme und riecht auch keinen Duft, denn es ist etwas viel Zarteres als diese Dinge, und ich sage das nur, um es euch verständlich zu machen, und  damit die Leute, die es nicht erlebt haben, verstehen, dass estatsächlich so ist, und dass man das erkennt und die Seele es noch deutlicher erkennt, als ich es jetzt sage. Das ist nämlich nicht etwas, was man sich vormachen kann, da wir es uns nicht erwerben können, so sehr wir uns auch anstrengen mögen, und genau daran sieht man, dass es nicht von unserem Metall, sondern aus dem allerreinsten Gold der göttlichen Weisheit ist. Hier sind die Seelenvermögen meines Erachtens nicht geeint, sondern hingerissen, und schauen ganz verblüfft, was das wohl ist.


Anmerkungen
18 In 4M 2,4. Siehe auch CE 53,3; vgl. auch CV 31,2; V 29,30.


(Teresa von Avila, Wohnungen der Inneren Burg, Vollständige Neuübertragung, Gesammelte Werke Bd.4, Herder 2005, Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Ulrich Dobhan OCD, Elisabeth Peeters OCD)


6. Tornando al verso, en lo que me puede aprovechar, a mi parecer, para aquí, es en aquel ensanchamiento; que así parece que, como comienza a producir aquella agua celestial de este manantial que digo de lo profundo de nosotros, parece que se va dilatando y ensanchando todo nuestrointerior y produciendo unos bienes que no se pueden decir, ni aun el alma sabe entender qué es lo que se le da allí. Entiende una fragancia -digamos ahora- como si en aquel hondón interior estuviese un brasero adonde se echasen olorosos perfumes; ni se ve la lumbre, ni dónde está; mas el calor y humo oloroso penetra toda el alma y aun hartas veces -como he dichoparticipa el cuerpo. Mirad, entendedme, que ni se siente calor ni se huele olor, que más delicada cosa es que estas cosas; sino para dároslo a entender. Y entiendan las personas que no han pasado por esto, que es verdad que pasa así y que se entiende, y lo entiende el alma más claro que yo lo digo ahora; que no es esto cosa que se puede antojar, porque por diligencias que hagamos no lo podemos adquirir, y en ello mismo se ve no ser de nuestro metal, sino de aquel purísimo oro de la sabiduría divina.
Aquí no están las potencias unidas, a mi parecer, sino embebidas y mirando como espantadas qué es aquello.

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