Montag, 22. August 2011

Zwei Karmel in Deutschland werden geschlossen

Es scheint grotesk, was sich so alles im restlichen noch katholischen Deutschland abspielt. Zwei Karmelitinnen-Klöster werden von den zuständigen Bischöfen geschlossen und die betroffenen Nonnen weigern sich dies zu akzeptieren. Ein gefundenes Fressen für unsere Medien.

Nachdem vor einigen Tagen in einer Tübinger Zeitung bekannt wurde, dass der Edith-Stein-Karmel in Tübingen, vom Rottenburg-Stuttgarter Bischof Fürst geschlossen wird, zieht heute Bild.de nach. Doch die wärmt eine alte Geschichte aus dem Jahr 2005 auf, wo Bischof Mussinghoff von Aachen die Schließung des Karmels in Zweifall verfügte und wo bis zum heutigen Tag keine Klarheit eingetreten ist.


Nicht nur, dass es sehr traurig ist, wenn ein Kloster seine Pforten schließen muss weil nicht mehr genügend Nonnen vorhanden sind weil keine jungen Menschen mehr nachkommen. Es wird auch ein trauriges Bild abgegeben, wie hierzulande einerseits die kirchliche Obrigkeit mit ihrem Personal umgeht und wie andererseits die betroffenen Ordensleute ihre eigenen Ordensgelübde ad absurdum führen.


Die aktuelle Geschichte ist tragisch, weil damit auch ein Scheitern der damaligen (Mit-) Gründerin offenbar wird. Vielleicht wahr ja die damalige "Gründung" mehr dem damaligen Zeitgeist geschuldet und somit eine "Flucht" aus bestehenden Strukturen, als dem Ansinnen der Ordensreformatorin Teresa von Avila zu entsprechen, die noch Kriterien festlegen konnte, wann eine Kloster-Gründung auch von Gott gewollt sei. Ein Scherbenhaufen liegt nun vor dieser einzig verbliebenen Karmelitin in Tübingen, die nicht dem Wunsch des Bischofs gehörchen möchte, weil …, ja, weil es vielen Menschen eigen ist, nicht los-lassen-zu-können.


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