Mittwoch, 20. Mai 2015

Dieser Zustand

- ist sehr leidensvoll; denn der Herr will, daß es dem armen Gärtner scheine, es sei alles, was zur Erhaltung und Pflege des Gartens getan, verloren.

Gerade da aber wird das noch zurückgebliebene Unkraut, so klein es auch sein mag, wahrhaft ausgejätet und mit der Wurzel ausgereutet.

Dies geschieht dadurch, daß wir erkennen, daß aller eigene Fleiß nicht ausreicht, wenn Gott uns das Wasser der Gnade entzieht, und daß wir unser eigenes Nichts gering, ja uns selbst für geringer achten als nichts. Man gewinnt also hier eine tiefe Demut und die Blumen wachsen wieder aufs neue.

Leben 138

(397-20150520)


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