Donnerstag, 1. Januar 2015

O wunderbarer Tausch

O admirabile commercium!
Creator generis humani, animatum corpus sumens,
largitus est nobis suam deitatem.

Zu diesem wunderbaren Tauschhandel ist ja der Erlöser auf die Welt gekommen. 
Gott ward ein Menschenkind 
damit die Menschenkinder Gotteskinder werden könnten.

Einer von uns hatte das Band der Gotteskindschaft zerrissen,
einer von uns musste es wieder knüpfen und die Sühne zahlen.

Keiner konnte es aus dem alten, dem kranken und verwilderten Stamm.
Ein neues, gesundes und edles Reis musste aufgepfropft werden.

Einer von uns ist er geworden; aber eben damit mehr als das: eins mit uns.
Das ist ja das wunderbare am Menschengeschlecht, dass wir alle eins sind.

Wäre es anders, stünden wir als selbständige und getrennte Einzelwesen frei und unabhängig nebeneinander, dann hätte der Fall des einen nicht den Fall aller nach sich ziehen können.

Dann hätte andererseits wohl für uns der Sühnepreis gezahlt werden und uns zugerechnet werden können, aber es wäre nicht seine Gerechtigkeit auf die Sünder übergegangen, es wäre kein Rechtfertigung möglich gewesen.

Er aber kam, um ein
corpus mysticum mit uns zu sein:
er unser Haupt, wir seine Glieder.

(vgl.: Dr. Edith Stein, Das Weihnachtsgeheimnis)


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