Freitag, 19. September 2014

Ein Gleichnis

Der Anfänger stelle sich vor, als beginne er auf einem sehr unfruchtbaren, mit vielem Unkraut überwucherten Boden einen Garten anzulegen, an dem der Herr seine Lust haben soll. Seine Majestät selbst rodet das Unkraut aus und setzt gute Pflanzen ein. Nehmen wir an, es sei dies bereits geschehen, wenn die Seele sich dem innerlichen Gebete hinzugeben entschließt und diese Übung schon begonnen hat. 

Als gute Gärtner haben wir sodann mi der Hilfe Gottes dafür zu sorgen, dass die Pflanzen wachsen. Wir müssen darum fleißig begießen, damit sie nicht verwelken, sondern Blumen hervorbringen, die geeignet sind, durch ihren Wohlgeruch unseren Herrn zu erfreuen, auf dass er recht oft in den Garten komme, um sich zu ergötzen und unter diesen Tugend-Blumen seine Wonne zu finden.

Leben 108

(252-20140923)

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