Donnerstag, 25. September 2014

Das Bildnis der heiligen Teresa de Jesus (1/8)

In den nächsten Tagen veröffentliche ich an dieser Stelle einen Aufsatz von Lopez Anglada, der von Sr. Maria-Theresia Smith OCD ins deutsche übersetzt wurde. Er erschien im Jahre 1982 in der Broschüre „1582-1982. Teresa von Avila. Ausstellung zum 400. Todesjahr der hl. Teresa von Avila“.

Dieser Aufsatz lautet:

Wie Bruder Juan de la Miseria das Porträt der hl. Teresa von Jesus malte

Dabei geht es um dieses berühmte Gemälde, das einzige, das zu Lebzeiten von Teresa de Jesus, im Jahre 1576,  angefertigt wurde.


Teresa de Jesus, Fray Juan de la Misera 1576, Carmelitas Desc. Sevilla

Pater Gracián überlegte, ob es wohl angebracht sei, von Mutter Teresa zu verlangen, sie sollte sich von Bruder Juan de la Miseria porträtieren lassen. Die Schwestern der jüngsten Klostergründung der Unbeschuhten Karmelitinnen in Sevilla hatten ihn unter Tränen gebeten, die Mutter nicht abreisen zu lassen, bevor ihr Bild gemalt sei. Aber der Pater bedachte auch die Unbequemlichkeiten und die Selbstverleugnung für jeden, der von der Gunst des Bruders Juan de la Miseria abhängig war. Denn es war keine Frage - er gebrauchte recht absonderliche Methoden, damit sich bei ihm die gewünschte Inspiration zum Malen einstellte.

Allerdings war es gerade der richtige Augenblick, um Fragen der Kunst nachzugehen. Sevilla erfreute sich der ersten Junisonne. Das Haus, in dem die Mutter ihre Schwestern untergebracht hatte, wurde gerade verschönert, und der gute Bruder Juan leistete seinen Beitrag dazu. Er war dabei, im Kloster einige Bilder zu malen. Würde aber die Mutter Teresa einwilligen, sich von einem Maler porträtieren zu lassen, auch wenn er zum Orden gehörte?
 

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