Dienstag, 21. April 2015

Beginn der Rede über das Gebet der Ruhe

Die Seele beginnt sich zu sammeln, indem sie schon etwas Übernatürliches berührt. Denn durch sich selbst kann sie dies in keiner Weise erreichen, soviel sie sich dazu auch anstrengen mag. Zwar ist es wahr, daß sie sich scheinbar mit dem Treiben des Rades und dem Füllen der Röhren, das ist durch die Tätigkeit des Verstandes, eine Weile abgemüht hat; aber das Wasser steht hier schon höher, und darum plagt sie sich auf diese Weise schon viel weniger als durch Schöpfen aus dem Brunnen.

Ich sage, das Wasser stehe hier näher, weil die Gnade sich der Seele schon klarer zu erkennen gibt.

Leben 133

(377-20150421)



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