Samstag, 4. Juli 2015

Sich als das erkennen, was wir sind.

Vor der unendlichen Majestät selber gilt ein bisschen Studium der Demut, ja ein einziger Akt dieser Tugend, mehr als alle Wissenschaft der Welt. Da handelt es sich nicht darum, Beweise zu führen oder Folgerungen zu ziehen. Da sollen wir nur uns aufrichtig als das erkennen, was wir sind, und in Einfalt vor Gott verweilen, der da will, dass die Seele, wie sie es vor seiner Gegenwart in Wahrheit auch ist, sich zur Törin mache. Lässt sich ja die göttliche Majestät selbst so sehr herab, dass sie die Seele trotz all ihrer Armseligkeit neben sich duldet.

Leben 145

(431-20150704)


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