Samstag, 11. Juli 2015

Novene „Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel“ (4/9)

(Nach dem Vorbild der Karmel-Heiligen)

Tägliches Gebet

Königin und Zierde des Karmel, Maria, unsere Mutter. Ich möchte Dich bitten, mir dabei zu helfen, von Tag zu Tag besser, demütiger, reiner, hilfsbereiter zu werden. Vor allem möchte ich Jesus lieben, so wie Du ihn geliebt hast. Gib, Mutter, daß Jesus alles in meinem Leben sei, so wie er alles in Deinem war. Ich empfehle Dir, Maria, alle Deine Kinder, vor allem meine engsten Familienmitglieder, die Bewohner meines Hauses, meine Freunde.
Schau auch auf jene, die auf der ganzen Welt meine Brüder sind durch das Zeichen des Skapuliers, jene, die ich nicht kenne, und die dich als Mutter verehren.
Ich bitte Dich außerdem, Zuflucht der Sünder, hilf denen, die mit verschiedenen Versuchungen, Süchten und Sünden ringen. Mögen sie nicht erliegen. Die hingegen, die erlegen sind, mögen umkehren und nicht mehr in der Sünde leben.
Du Heil der Kranken, hilf den Kranken, Leidenden und Verlassenen. Sei ihnen Trost und Erleichterung. Geleite, o Königin des Himmels, alle unsere Verstorbenen ins ewige Leben. Gib, daß sie das Antlitz Deines Sohnes schauen mögen. Wende uns Deine barmherzigen Augen zu und führe uns stets auf dem sicheren Weg zum Heil.
Laß mich Dich preisen, laß mich Deine Tugenden nachahmen, o gnädige, o milde, o süße Jungfrau Maria.

4. Tag: Mit der seligen Elisabeth von der heiligsten Deifaltigkeit: Maria, die Pforte des Himmels

Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit, eine französische Karmeliterin, ist eine der großen Gestalten des Karmel in unserer Zeit. Angesichts der Schwierigkeiten bei der Realisierung ihrer Berufung, die sie seitens ihrer Mutter erfuhr, vertraute Elisabeth die Angelegenheit der Muttergottes an. Maria erreichte nicht nur, daß Elisabeth das Einverständnis ihrer Mutter erhielt, in den Karmel einzutreten, sie bewirkte sogar, daß mit der Zeit die Tochter die geistige Führerin ihrer Mutter wurde. Schwester Elisabeth erfuhr nach ihrem Eintritt in den Karmel die Fülle des kontemplativen Lebens, in besonderer Weise erlebte sie das Geheimnis der Gegenwart der heiligsten Dreifaltigkeit in ihrer Seele. Sie betrachtete und meditierte dieses größte Geheimnis unseres Glaubens im Kontext der Größe Mariens, die der Vater auserwählt hat, die von der Kraft des Geistes erfüllt wurde, damit sie die Mutter des Sohnes werden konnte. Deshalb notiert sie mit Überzeugung in ihren geistigen Notizen: „Im letzten, besonders entscheidenden Moment meines irdischen Lebens, wenn ich mein ‚Es ist vollbracht‘ werde sprechen können, wird jene, die wir die Königin des Himmels nennen, mich in die Wohnungen der Ewigkeit führen.“
Der Titel, mit dem die Selige die heiligste Mutter bezeichnet, ist uns nicht fremd, aber sind wir uns dessen bewußt, was er bedeutet? Maria ist die Pforte des Himmels, denn durch Sie kam Christus, der Heiland der Welt, auf die Erde, und durch Sie gelangen auch wir -- die Sünder -- in den Himmel, in das Haus des Vaters, dessen Pforte die Mutter ist.

Ave Maria…

Maria, Pforte des Himmels, ich bitte Dich, sei auch für mich die Pforte zum Haus des Vaters und führe auch mich, so wie die selige Elisabeth in die Wohnungen der Ewigkeit, so wie es das Sabbatinische Privileg verspricht.

Königin und Zierde des Karmel, bitte für uns.
Selige Elisabeth von der heiligsten Dreifaltigkeit, bitte für uns.

(Novene zur Skapuliermuttergottes, Szczepan Praskiewicz, OCD, 2003)

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