Sonntag, 7. Juni 2015

Schwester Maria Benedicta +, RIP.

Vor einigen Wochen bereits, am 11.3.2015, ist  
Schwester Maria Benedicta von der Heiligen Familie 
84 jährig im Karmel St. Josef in Hauenstein gestorben.

Die aus Ludwigshafen stammende Ordensfrau kam 1953 in das Kloster der Karmelitinnen in Königsbach bei Neustadt, wo sich zunächst eine Gründungsgruppe aus dem Karmel von Köln niedergelassen hatte. Am 2. November 1958 konnte sie mit ihren Schwestern in das neu erbaute Kloster St. Josef nach Hauenstein umziehen. Schwester Maria Benedicta erwarb sich große Verdienste in den Aufbaujahren des Klosters. An der Pforte war sie über Jahrzehnte hinweg als herzliche und überaus freundliche Schwester die erste Ansprechpartnerin eines jeden Besuchers. Sie war als Pfortenschwester auch viele Jahre für den kleinen Klosterladen verantwortlich. Durch den Dienst der Sakristanin, den man ihr auch anvertraute, hatte sie stets Kontakt zu vielen Priestern und zu Generationen von Ministranten.

In ihrem klösterlichen Leben hat Schwester Maria Benedicta als Pfortenschwester ungezählte Türen geöffnet. Dabei war sie immer freundlich, gut aufgelegt und zuvorkommend.  Mit ganzem Herzen war sie bei den Menschen, die zu ihr kamen. Sie versah ihren klösterlichen Dienst und war zugleich die liebenswerte Verbindung zwischen der Ortsgemeinde und dem Kloster.

Am Ende ihres Lebens ließen ihre Kräfte nach; das Alter forderte seinen Tribut. Im Kreise ihrer Schwestern ist sie im 58. Jahr ihrer Profess von Gott abberufen worden.

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Sie möge ruhen in Frieden. – Betet für Sie!


Samstag, 6. Juni 2015

Unheilvolle Verblendungen

Unglücklich aber wird diese Seele sein, wenn sie wieder umkehrt. Alsdann fürchte ich, sie werde dem Abgrunde zugehen, in den auch ich geraten wäre, hätte mich nicht die Barmherzigkeit des Herrn zurück geführt.

Denn nach meinem Dafürhalten sind meistens schwere Verschuldungen die Ursache davon. Ja, man kann von einem so großen Gute unmöglich lassen, ohne große, unheilvolle Verblendungen.

Leben 141

(408-20150606)


Freitag, 5. Juni 2015

Sicherlich fehlt es nicht an Gott.

Verleiht ja Seine Majestät die Gnade, bis hierher zu gelangen, darum glaube ich auch, daß Gott nicht aufhören werde, viele weitere Gnaden zu spenden, wenn wir nicht durch unsere Schuld ihn hindern.

In dieser Hinsicht ist viel daran gelegen, daß die Seele, die bis hierher gelangt ist, ihre hohe Würde und die große Gnade, die ihr der Herr erwiesen hat, erkenne und einsehe, wie ihr Wandel billigermaßen nicht auf Erden sein dürfte, da die göttliche Güte sie jetzt schon zu einer Bürgerin des Himmels zu machen scheint, wenn sie dieses Glück nicht durch eigene Schuld verscherzt.

Leben 141

(407-20150605)


Donnerstag, 4. Juni 2015

Die göttliche Majestät verleihe mir die Gnade, dies deutlich zu erklären!

Denn es gibt viele Seelen, die bis zu diesem Stand gelangen, aber wenige finden sich, die von da weiter fortschreiten, und ich weiß nicht, an was die Schuld liegt.

Leben 140

(406-20150604)


Mittwoch, 3. Juni 2015

Fünklein der Liebe Gottes

Ich habe bereits erwähnt, daß bei dieser ersten Sammlung und Ruhe die Seelenkräfte ihre natürliche Tätigkeit nicht einstellen. Es findet aber die Seele ein so vollkommenes Genügen in Gott, daß sie während der Dauer dieses Gebetes, weil der Wille mit Gott vereinigt ist, ihre Ruhe und Stille nicht verliert, wenn auch die beiden anderen Kräfte umherschweifen. Diese, Verstand und Gedächtnis, werden vielmehr vom Willen allmählich wieder gesammelt.

Denn obgleich letzterer noch nicht ganz und gar in Gott versenkt ist, wird er doch, ohne zu wissen wie, so von ihm eingenommen, daß die anderen Kräfte, wie sehr sie sich auch bemühen mögen, ihm doch seine Zufriedenheit und Freude nicht rauben können. Ohne jegliche Anstrengung trachtet er vielmehr danach, daß dieses Fünklein der Liebe Gottes nicht erlösche.

Leben 140

(405-20150603)


Dienstag, 2. Juni 2015

Gebet der Ruhe

Die Ruhe und Sammlung in diesem Gebete ist etwas, das sich in der Seele durch das Genügen, das sie empfindet, durch den Frieden, der sich über sie ergießt, durch die vollkommenste Befriedigung und Ruhe ihrer Kräfte, und durch die überaus süße Wonne, mit der sie erfüllt wird, ganz deutlich zu erkennen gibt.

Weil die Seele noch nichts Höheres gekostet hat, so meint sie, es bleibe ihr nichts mehr zu wünschen übrig, und gern möchte sie mit dem heiligen Petrus bitten, hier ihre Wohnung aufschlagen zu dürfen.

Aus Furcht, es könnte ihr dieses Gut unter den Händen zerrinnen, wagt sie es nicht, sich zu bewegen oder zu regen; ja, manchmal möchte sie nicht einmal Atem schöpfen. Die Arme denkt nicht daran, daß sie, gleichwie sie selbst zur Erlangung eines so großen Gutes nichts tun konnte, es noch weniger länger behalten kann, als der Herr es will.

Leben 140

(404-20150602)


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