Freitag, 24. Februar 2012

Karmelberg / Monte carmelo 1.9.5


5 Diese Vielfalt der Begierden ist gut dargestellt bei Ezechiel (8, 10-16). Gott zeigte diesem Propheten im Innern des Tempels rings an den Wänden gemalt alle Arten von Gewürm, das auf Erden kriecht und dazu alle Abscheulichkeit unreinen Getiers. Dann sprach Gott zum Propheten: Menschensohn, siehst du die Greuel, die sie treiben, ein jeder geheim in seiner Kammer? Und Gott befahl dem Propheten, noch tiefer einzudringen, um noch ärgere Greuel zu schauen. Da sah er, nach seinem Bericht, Weiber sitzen und Adonis, den Liebesgott, beweinen. Abermals befahl Gott ihm noch weiter ins Innere hineinzugehen, um noch ärgere Greuel zu schauen. Wie er sagt, erblickte er nun fünfundzwanzig Älteste, die dem Tempel den Rücken zukehrten.



Johannes vom Kreuz, Empor den Karmelberg, Einsiedeln (2003)
Übertragung von Oda Schneider

*****
 
5. Esta variedad de apetitos está bien figurada en Ezequiel (8, 10­16), donde se escribe que mostró Dios a este profeta en lo
interior del templo, pintadas en derredor de las paredes, todas las semejanzas de sabandijas que arrastran por la tierra, y allí
toda la abominación de animales inmundos. Y entonces dijo Dios a Ezequiel: Hijo del hombre, ¿de veras no has visto las
abominaciones que hacen estos, cada uno en lo secreto de su retrete? (3, 12). Y mandando Dios al profeta que entrase más
adentro y vería mayores abominaciones, dice que vio allí las mujeres sentadas llorando al dios de los amores, Adonis (8, 15). Y
mandándole Dios entrar más adentro y vería aún mayores abominaciones, dice que vio allí veinticinco viejos que tenían
vueltas las espaldas contra el templo (8, 16).

1 Kommentar:

  1. Schöpfungsmythen

    So verhält es sich mit der Welt: Die Menschen erschaffen Götter und sie verehren ihre Schöpfungen. Es wäre angemessen, dass die Götter die Menschen verehren, wie es der Wahrheit entspricht.

    (Nag Hammadi Library / Philippusevangelium / Spruch 85)

    Götter sind durch Schöpfungsmythen – es geht um die Schöpfung von Kultur und nicht um die „Schöpfung von Natur“ – im kollektiv Unbewussten einprogrammierte, künstliche Archetypen zur Anpassung eines Kulturvolkes an eine noch fehlerhafte Makroökonomie durch selektive geistige Blindheit.

    Die originale Heilige Schrift (die Bibel nur bis Genesis 11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften), die dadurch gekennzeichnet ist, dass ihre Verfasser die wirkliche Bedeutung der in Genesis 3,1-24 beschriebenen Erbsünde noch kannten, ist aufgebaut wie ein komplexes Gleichungssystem, in dem archetypische Bilder und Metaphern die "Unbekannten" darstellen. Das Gleichungssystem hat nur genau eine Lösung, die einen vollkommenen Sinn ergibt und die gesamte Kulturgeschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit seit dem "Auszug der Israeliten aus Ägypten" bis heute erklärt.

    Bei der Vielzahl von Gleichnissen, insbesondere in den Nag Hammadi Schriften, in denen immer wieder die gleichen Bilder und Metaphern in vielen Kombinationen und Zusammenhängen verwendet werden, wäre es absolut unmöglich, den makroökonomischen Sinngehalt "hineinzuinterpretieren" – und das auch noch mit 100-prozentiger Signifikanz –, wenn die originale Heilige Schrift irgendeine andere Bedeutung hätte, als die in "Der Weisheit letzter Schluss" beschriebene.

    Herzlich Willkommen in der Wirklichkeit: http://www.deweles.de

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