Sonntag, 3. Mai 2015

16 Karmelitinnen – Martyrinnen


Unzählige Morde geschahen und geschehen unter dem Synonym „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“.

Die Namen der sechzehn seligen Karmelitinnen von Compiègne, die am 17. Juli 1794 durch das Martyrium der Enthauptung ihr Leben gaben zum Zeugnis für Christus und seine heilige Kirche.
Laudetur Iesus Christus.

Name und Familienname, Geburtsjahr, Geburtsort, ggf. Taufkirche.

1- Priorin, Mutter Thérèse de St. Augustin
= Madeleine-Claudine Lidoine, *1752 in Paris, St Sulpice.

2- Schwester Saint Louis
= Marie-Anne-Françoise Brideau, *1751 in Belfort.

3- Schwester de Jésus Crucifié
= Marie-Amie Piedcourt *1715 in Paris, St. Innocents.

4- Schwester Charlotte de la Résurrection
= Anne-Marie-Madeleine-Françoise Thouret *1715 in Mouy (Oise).

5- Schwester Euphrasie de l’Immaculée Conception
= Marie-Claude-Cyprienne Brard *1736 in Bourth (Eure).

6- Mutter Henriette de Jésus
= Marie-Françoise de Croissy *1745 in Paris, St. Roch.

7- Schwester Thérèse du Cœur de Marie
= Marie-Anne Hanisset *1742 in Reims.

8- Schwester Thérèse de St. Ignace
= Marie-Gabrielle Trézel *1743 in Compiègne, St. Jacques.

9- Schwester Julie-Louise de Jésus
= Rose Crétien de Neuville *1741 in Évreux (Eure).

10- Schwester Marie-Henriette de la Providence
= Anne Pelras *1760 in Cajarc (Lot).

11- Schwester Constance de Jésus
= Marie-Geneviêve Meunier *1765 in St. Denis.

12- Schwester Marie du Saint-Ésprit
= Angélique Roussel *1742 in Fresne-Mazancourt (Somme).

13- Schwester Ste Marthe
= Marie Dufour *1741 in Bannes (Sarthe).

14- Schwester St. François-Xavier
= Elisabeth-Juliue Verolot *1764 in Lignières (Aube).

15- Schwester Catherine
= Marie-Anne Soiron *1742 in Compiègne, St. Jacques.

16- Schwester Thérèse
= Marie-Thérêse Soiron *1748 in Compiègne, St. Jacques.


Samstag, 2. Mai 2015

Die Letzte am Schafott

Die Novelle von Gertrud von le Fort und der Film.

Nach einem Tumult beim Feuerwerk zur Vermählung des Dauphin, des späteren König Ludwig XVI., bei dem ihre schwangere Mutter vom Pariser Pöbel schwer misshandelt worden ist, wird Blanche de la Force vorzeitig geboren. Ihre Mutter stirbt im Wochenbett. Die Todesangst der Mutter hat sich auf das Kind übertragen und diese Angst spiegelt den „Ausbruch der Todesangst einer zu Ende gehenden Epoche“. Blanche lebt in ständiger Erwartung eines Unglücks. Sie sucht ihre Zuflucht im Karmel von Compiègne, doch die Novizenmeisterin Marie de l’Incarnation hält sie gerade infolge ihrer Angst für das Klosterleben für ungeeignet. Wegen der Bedrohung der religiösen Gemeinschaften durch die Revolutionäre werden die Novizinnen eilig eingekleidet. Blanche bekommt den Namen „Jesus au jardin de l’agonie“, um gleichsam ihre Angst wie Christi Todesangst als Heilszeichen zu tragen. Nachdem eine revolutionäre Kommission im Kloster erschienen ist, plant Marie de l’Incarnation einen Weiheakt mit dem Gelöbnis zum heroischen Opfer. Blanche, unfähig dazu, entflieht aus dem Kloster, eilt zu ihrem Vater und erlebt, wie dieser vom Pöbel ermordet wird.

Inzwischen sind auch die Karmelitinnen von Compiègne verhaftet und verurteilt worden. Marie de l’Incarnation ist dem jedoch entgangen, da sie einen Auftrag außerhalb des Klosters zu erledigen hatte. Ihr Beichtvater verbietet ihr, sich selbst zu stellen.

Blanche erlebt, wie die Mitschwestern zur Guillotine gebracht werden und, das „Salve Regina“ und „Veni creator spiritus“ singend, in den Tod gehen. Mit der Hinrichtung jeder Karmelitin wird der Gesang schwächer und erlischt schließlich ganz. Da erhebt sich mitten unter dem Pöbel auf der Place de la Révolution eine zarte Stimme und singt das „Veni creator“ zu Ende: „Deo patri sit gloria et Filio, qui a mortuis surrexit, ac Paraclito in saeculorum saecula“.


Anmerkungen



Freitag, 1. Mai 2015

Könnten Sie sich heute vorstellen, für Ihren Glauben zu sterben?


Zwei Fragen an die Karmelitin Sr. Sara


Kennen Sie „Die Letzte am Schafott“ von Gertrud von le Fort?

„Oh ja, ich habe die Erzählung natürlich gelesen.“


Könnten Sie sich heute vorstellen, für Ihren Glauben zu sterben?

Diese Frage stellt man sich natürlich: Wie würde ich reagieren? Ich hänge natürlich an meinem Leben, aber wenn ich wirklich in eine ähnliche Situation käme, würde Gott mir auch Kraft verleihen. Die so ängstliche Blanche beweist am Ende der Geschichte ja unglaublichen Mut.

Sie hätte vorher nie gesagt, dass sie einmal zur Märtyrerin wird, aber im entscheidenden Moment entscheidet sie sich frei: Ja, ich gehöre dazu! Diese Kraft für diesen Entschluss kann ihr nur ihr Glaube an Gott gegeben haben. 
Zurzeit lese ich die „Brautbriefe“ von Dietrich Bonhoeffer und merke, wie sehr er durch den Glauben Kraft und Standhaftigkeit erhielt. Es darf nie wieder dazu kommen, dass wir Menschen anderer Religion, Hautfarbe und Kultur ausgrenzen und verfolgen.“ 


 






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