Freitag, 25. Dezember 2015

IN NATIVITATE DOMINI

Allen Freunden, Lesern und Besuchern
wünsche ich ein gnadenreiches
und gesegnetes Weihnachtsfest!


Happy Christmas
Joyeux Noël
Buon Natale
¡Feliz Navidad
Feliz Natal
Crăciun fericit
Wesołych Świąt
God Jul
Hyvää joulua
Krishtlindjet Gëzuar


Sonntag, 20. Dezember 2015

Missa solemnis in Ordinis Carmelitarum Discal. - 1960

Eigenritus der Karmeliten

Einführung, Einzug, Stufengebet.

 
 

Introitus, Kyrie, Gloria.

 
 

Predigt, Credo, Offertorium.



Praefation, Canon.


 

Pater Noster und Kommunion.



Communio, Postcommunio, Segen.






Sonntag, 13. Dezember 2015

GAUDETE: Liebesdialog - Coloquio amoroso

Liebesdialog

Wenn die Lieb’, die du zu mir hast,
mein Gott, ist, wie ich’s zu dir hab’,
sag mir dann: Was hält mich auf?
Oder dich, was hält denn dich auf?

– Seele, was willst du von mir?
– Mein Gott, dich zu schau’n nur.
– Und am meisten, was befürcht’st du?
– Dich verlier’n, fürcht’ ich am meisten.

Eine Seel’, in Gott verborgen,
was kann die sich andres wünschen
als zu lieben, nur mehr lieben,
und in Liebe ganz entbrannt
immer mehr noch dich zu lieben?

Eine Lieb’ mein’ Seel’ besetze
und besitz’ mein Gott, ich bitte,
um ein weiches Nest zu bauen,
wo es ihr am wohlsten ist.


Coloquio amoroso

Si el amor que me tenéis,
Dios mío, es como el que os tengo,
Decidme: ¿en qué me detengo?
O Vos, ¿en qué os detenéis?

- Alma, ¿qué quieres de mí?
? Dios mío, no más que verte.
? Y ¿qué temes más de ti?
? Lo que más temo es perderte.

Un alma en Dios escondida
¿qué tiene que desear,
sino amar y más amar,
y en amor toda escondida
tornarte de nuevo a amar?

Un amor que ocupe os pido,
Dios mío, mi alma os tenga,
para hacer un dulce nido
adonde más la convenga.

(Santa Teresa) 



Sonntag, 22. November 2015

Das Göttliche

(Zum Fest des hl. Johannes vom Kreuz am 14. November / 14. Dezember)

Keine Schönheit dieser Welt
wird mein Herz je einmal fesseln,
sondern nur – ich weiß nicht was –,
das sich wohl noch einmal findet.

Lust am Gut, das endlich ist,
kann zu anderem nicht frommen,
als die Sinne abzustumpfen
und den Überdruss zu wecken.
Alle Süßigkeit der Welt
soll drum nie mein Inn’res fesseln,
sondern nur – ich weiß nicht was –,
das sich wohl noch einmal findet.

Edelmüt’ge Herzen sind
nie bestrebt, sich zu erwerben,
was sie leicht entbehren können,
nur was schwer ist zu erlangen.
Nichts kann ihnen da genügen,
und so hoch steigt kein Vertrauen,
dass sie kosten – ich weiß nicht was –,
das sich wohl noch einmal findet.

Wer da ist von Liebe krank,
angeweht von Gottes Wesen,
dessen Sinn ist so verwandelt,
dass ihm nichts mehr Freude macht.
Er ist gleich dem Fieberkranken,
den der Speisen Anblick ekelt,
und begehrt – ich weiß nicht was –,
das sich doch noch einmal findet.

Und man darf darob nicht staunen,
dass der Sinn ist so bestellt,
da, was diese Krankheit schuf,
fremd ist allen andern Dingen.
Und so siehet er sich dann
aller Kreatur entfremdet,
und er liebt – ich weiß nicht was –,
das sich doch noch einmal findet.

Ist des Menschen Willenskraft
einmal nur von Gott berühret,
kann sie nichts zufrieden stellen
als dieselbe Gottheit nur.
Doch weil ihrer Schönheit Pracht
nur dem Glauben sichtbar ist,
kostet er – ich weiß nicht was –,
das sich doch noch einmal findet.

Sagt nun, ob ihr wohl beklagt
einen solchen Liebestrunk’nen,
weil von allem, was geschaffen,
nichts ihm Freude bieten kann?
Weil er ohne Stab und Stütze,
ohne Formen und Gestalt
da genießt – ich weiß nicht was –,
das sich doch noch einmal findet.

Glaubt nicht, dass der inn’re Mensch,
der viel höhern Wertes ist,
Freude findet und Genuss
an den Lüsten dieser Welt.
Über aller Schönheit Pracht
und was ist und war und sein wird
kostet er – ich weiß nicht was –,
das sich wohl noch einmal findet.

Wer sich wahrhaft fördern will,
der ist mehr um das besorgt,
was noch zu gewinnen ist,
als um das, was er schon hat.
Darum streb’ mit ganzer Seele
immer ich ob aller Wünsche
dem nur zu – ich weiß nicht was –,
das sich wohl noch einmal findet.

Nichts von allem, was hienieden
je der Sinn erfassen kann,
nichts, was der Verstand versteht,
wie erhaben es auch sei,
keine Anmut, keine Schönheit
wird mein Herz je fesseln können,
sondern nur – ich weiß nicht was –,
das sich wohl noch einmal findet.

Übersetzung: Weinhart, in:
Des Heiligen Johannes vom Kreuz Sämtliche Werke in fünf  Bänden,
Theatiner Verlag, München, 1925

 Siehe auch HIER

Donnerstag, 15. Oktober 2015

15. Oktober - Festtag der heiligen Teresa von Jesus

IHM
schenk ich mein ganzes Streben,
alles, was ich bin, ist sein.
So ist mein Geliebter mein,
und ich bin ihm hingegeben.
Ja, sein Pfeil hat mich gefunden,
und sein Lieben traf mein Leben.
Ewig bin ich so verbunden
Meinem Schöpfer, daß danaben
andre Liebe ganz schwunden,
er erfüllt mein ganzes Sein:
So ist mein Geliebter mein,
und ich bin ihm hingegeben.

(Teresa von Avila, vgl. Erika Lorenz: Ich bin ein Weib und obendrein kein gutes)
 
Horace Le Blanc, Tranverberazione di S. Teresa, 1621,
Musée des Beaux-Arts de Lyon







 





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