Mittwoch, 7. Oktober 2015
Dienstag, 6. Oktober 2015
Lobgesang auf das heilige Antlitz
Die heilige Thérèse von
Lisieux trägt in ihrem Ordensnamen den Zusatz:
„vom Kinde Jesu und vom
heiligsten Antlitz“.
+
Dieses heilige Antlitz
hat
Therese selbst gemalt und auf einem Stück Wolle befestigt; es ist ca. 25 cm hoch.
In Thereses "Geschichte einer Seele" findet sich der folgende-
"Lobgesang auf das heilige Antlitz"
"Lobgesang auf das heilige Antlitz"
Dein Antlitz, Herr, gibt
mir hienieden
Auf allen Lebenswegen
Licht.
Ich schöpfe wahren
Himmelsfrieden
Aus deinem milden
Angesicht.
O, wie dein Aug’ vor Wonne
leuchtet!
Mit Tränen ist es noch
geziert.
Ich lächle, ob mein Aug’
sich feuchtet,
Das sich in deinen Schmerz
verliert.
Zu trösten dich, will ich
allein,
Von allen unbekannt, gern
leben.
Die gut verhüllte
Schönheit dein
Ließ mich den dichten
Schleier heben.
Ich sehne mich, bei dir zu
sein.
Dein Antlitz ist mein
Reich der Wonne;
Mein Vaterland in ihm ich
schau’.
Es ist die milde
Tagessonne,
Die schöne, blumenreiche
Au,
Die Lilie im Tränentale
Mit dem geheimnisvollen
Duft,
Voll Trost für mich so
viele Male,
Der mich umgibt mit
Friedensluft.
Es ist die wonnigliche
Ruh’,
Die Harfe, reich an Lust
und Klage.
Und deine Züge, mein
Erlöser du,
Sind Myrrhensträußlein,
die ich trage
An meiner Brust dir
einstens zu.
Der einz’ge Reichtum hier
auf Erden
Soll mir, o Herr, dein
Antlitz sein.
Darin, um ähnlich dir zu
werden,
Such’ Schutz und Hilfe ich
allein.
Den Gottestempel deiner
Züge,
So mild, den präge mir ins
Herz.
Dann würde heilig ich und
trüge
Dir viele Seelen
himmelswärts.
So könnte bieten ich zur
Stund’
Dir, Herr, der Ernte
gold’nen Hügel.
Entflamme mich aus
Herzensgrund!
Es drückt’ der ew’gen
Liebe Siegel
Schon bald mir auf dein
heil’ger Mund.
(am 12. August 1895)
Quelle: Die ehrwürdige
Theresia vom Kinde Jesu,
Geschichte einer Seele von ihr selbst geschrieben,
4. Aufl., Kirnach-Villingen (Baden) 1922, 375 f.
Geschichte einer Seele von ihr selbst geschrieben,
4. Aufl., Kirnach-Villingen (Baden) 1922, 375 f.
Montag, 5. Oktober 2015
Sonntag, 4. Oktober 2015
Der Aachener Karmel
Das erste Kloster der
Karmelitinnen in Aachen wurde 1662 in der Pontstraße gegründet und bestand bis
zur Säkularisierung 1802. Die Theresienkirche, erbaut 1748, blieb erhalten. Sie
dient heute der serbisch-orthodoxen Gemeinde als Gotteshaus.
Karmel in Aachen bis 2009
Auf Betreiben zweier Aachener
Damen, Mathilde von Coels und Therese Pelzer, wurde 1859 wieder ein Karmel in
Aachen gegründet, ebenfalls in der Pontstraße, in einem Haus neben dem
aufgehobenen Kloster. Die Schwestern kamen aus verschiedenen Klöstern in
Belgien. Es war ein schwieriger Anfang. Erst als Schwestern aus dem
neuerrichteten Kölner Karmel kamen, blühte die Gründung auf. So konnte ein
Grundstück in der Lousbergstaße – damals noch vor den Toren der Stadt –
erworben werden. 1869 wurde der Grundstein gelegt und bereits 1870 konnten die
Schwestern einziehen.
Nach 5 Jahren, im Kulturkampf
1875, wurden die Schwestern ausgewiesen und fanden in Maastricht eine neue
Unterkunft. Als die Schwestern 1890 nach Aachen zurückkehren konnten, waren sie
in Maastricht so beliebt, dass der Konvent geteilt wurde und nur 10 Schwestern
nach Aachen zurückkamen.
Ein zweites Mal mussten die
Schwestern ihr Kloster verlassen, als sie am 28. Juli 1941 von der Gestapo
vertrieben wurden. In kleinen Gruppen fanden sie in verschiedenen Klöstern, Krankenhäusern
oder sonstwo eine Bleibe. Einige mussten ihren Aufenthaltsort vier Mal
wechseln. Nach dem Krieg kehrten alle in das fast völlig zerstörte Kloster
zurück und begannen mutig mit dem Wiederaufbau.
So sieht der
verlassene Karmel heute aus
(Fotos: M. Vallot - uebergangshymne.com)
Seit Frühjahr 2009 haben die
verblieben, meist alten Schwestern,
eine neue Heimat:
eine neue Heimat:
Konvent der Karmelitinnen
Paulusstr. 10, 52064 Aachen
Samstag, 3. Oktober 2015
Freitag, 2. Oktober 2015
Heiligsprechung am 17. Mai 1925
Papst Pius XI. sprach:
„Die neue Heilige, Theresia, war von dieser Lehre
durchdrungen und wirkte sie in ihrem
täglichen Leben aus. Noch mehr. Durch Wort und Beispiel lehrte sie diesen
Weg der geistigen Kindheit die Novizinnen
ihres Klosters und hat ihn allen durch ihre Schriften geoffenbart, die sich
über die ganze Welt hin verbreitet haben, und die gewiss niemand gelesen hat,
ohne von ihnen bezaubert zu werden und sie mit großer Freude und großem Nutzen
wieder und wieder zu lesen. [...] Daher ersteht heute in Uns die Hoffnung, dass
sich in den Seelen der Christgläubigen
ein heiliges und eifriges Verlangen entwickeln werde, diese evangelische
Kindheit zu erringen, die darin besteht, aus Tugend so zu fühlen und zu handeln, wie ein Kind von Natur aus fühlt und
handelt.
Wie die kleinen Kinder, die
kein Schatten der Sünde blendet, keine leidenschaftliche Begierde lockt, sich
des ruhigen Besitzes ihrer Unschuld erfreuen, und jeder Bosheit und Verstellung
fremd, so wie sie denken, auch reden und handeln und sich äußerlich so geben wie
sie innerlich sind, ebenso erschien Theresia [...] von kindlicher Einfalt in
der Übung der Wahrheit und der Gerechtigkeit.
Die Jungfrau von Lisieux erinnerte sich stets der
Einladungen und Verheißungen des göttlichen
Bräutigams: ‚Ist jemand klein, der
komme zu mir‘ (Sprichw. 9,4). [...] Im Bewusstsein
ihrer Schwäche übergab und überließ sie sich
vollständig der göttlichen Vorsehung, [...]. Wundern wir uns nicht, wenn an
dieser heiligen Nonne das Wort Christi in Erfüllung ging: ‚Wer sich also
verdemütigt, wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich‘ (Matth. 18,4).“
Donnerstag, 1. Oktober 2015
Die Famile Martin ist die Familie der heiligen Therese von Lisieux
Am 30. September 1897 ist die
heilige Therese von Lisieux gestorben;
Sie ist noch heute eine große
Lehrmeisterin des geistlichen Lebens.
Vater - Louis Martin wird am 22. August 1823 geboren.
Heirat mit Azélie Guérin am
13. Juli 1858.
Louis Martin stirbt am 29.
Juli 1894.
Mutter - Marie Azélie Guérin wird am 23. Dezember 1831 geboren.
Von 1859 an bis 1870 folgen
sich die Geburten und Trauerfälle in raschem Wechsel.
Frau Martin stirbt am 28.
August 1877, noch bevor sie ihr 46. Lebensjahr vollendet.
Aus der Ehe gingen neun
Kinder hervor,
4 Kinder mussten die Eltern zu
Grabe tragen.
Marie wird
als ältestes Kind der Familie Martin am 22.02.1860 geboren.
Am 15.10.1886 tritt Marie in
den Karmel von Lisieux ein,
sie erhält den Ordensnamen
Schwester Marie des Heiligen Herzens, Marie
du Sacré-Coeur.
Am 19.01.1940 stirbt sie im
Alter von 80 Jahren im Karmel von Lisieux.
Pauline wird
am 07.09.1861 als zweites Kind der Familie Martin geboren.
Sie tritt am 02.10.1882 in
den Karmel von Lisieux ein,
und bekommt bei ihrer
Einkleidung den Namen Agnès de Jésus.
Sie stirbt am 28.07.1951 im
Alter von 90 Jahren.
Léonie,
dritte Tochter der Martins, wird am 03.06.1863 geboren.
Mit 35,5 Jahren tritt Léonie am
28.01.1899 zum dritten Mal in den Orden der Heimsuchung ein.
Sie erhält den Namen
Schwester Francoise-Thérèse.
Mit 78 Jahren stirbt sie am 16.06.1941.
Marie-Céline
ist das 7. Kind der Martins, und wird am
24.04.1869 geboren.
Am 14.09.1894 tritt sie in den Karmel ein.
Bei der Eingekleidung am 05.02.1895
wird sie Schwester Geneviève vom
Heiligsten Antlitz.
Am 25.02.1959 stirbt sie 64jährig.
Thérèse von Lisieux – war das jüngste von neun Kindern der Eheleute Martin.
Geboren am 2. Januar 1873,
gestorben am 30. September
1897.
Ihr vollständiger Ordensname
lautet:
Thérèse de l'Enfant Jésus et
de la Sainte Face,
Thérèse vom Kinde Jesu und
vom heiligsten Antlitz.
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