Freitag, 10. Juli 2015

Christus das Kreuz tragen helfen

Es ist sehr darauf zu achten, dass man bei wonnevollen Genüssen, wie bei allen außerordentlichen Vorkommnissen im Gebete überhaupt, die Demut zu bewahren trachte.

Aus diesem sowie auch aus vielen anderen Gründen … habe ich darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, dass die Seelen, die das Gebet zu üben beginnen, zugleich anfangen, sich des Verlangens nach jeder Art von wonnigen Genüssen zu entschlagen, und den Weg antreten mit dem Entschlusse, nichts anderes zu suchen, als Christus das Kreuz tragen helfen. …

Leben 146

(436-20150710)


Donnerstag, 9. Juli 2015

Novene „Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel“ (2/9)

(Nach dem Vorbild der Karmel-Heiligen)

Tägliches Gebet

Königin und Zierde des Karmel, Maria, unsere Mutter. Ich möchte Dich bitten, mir dabei zu helfen, von Tag zu Tag besser, demütiger, reiner, hilfsbereiter zu werden. Vor allem möchte ich Jesus lieben, so wie Du ihn geliebt hast. Gib, Mutter, daß Jesus alles in meinem Leben sei, so wie er alles in Deinem war. Ich empfehle Dir, Maria, alle Deine Kinder, vor allem meine engsten Familienmitglieder, die Bewohner meines Hauses, meine Freunde.
Schau auch auf jene, die auf der ganzen Welt meine Brüder sind durch das Zeichen des Skapuliers, jene, die ich nicht kenne, und die dich als Mutter verehren.
Ich bitte Dich außerdem, Zuflucht der Sünder, hilf denen, die mit verschiedenen Versuchungen, Süchten und Sünden ringen. Mögen sie nicht erliegen. Die hingegen, die erlegen sind, mögen umkehren und nicht mehr in der Sünde leben.
Du Heil der Kranken, hilf den Kranken, Leidenden und Verlassenen. Sei ihnen Trost und Erleichterung. Geleite, o Königin des Himmels, alle unsere Verstorbenen ins ewige Leben. Gib, daß sie das Antlitz Deines Sohnes schauen mögen. Wende uns Deine barmherzigen Augen zu und führe uns stets auf dem sicheren Weg zum Heil.
Laß mich Dich preisen, laß mich Deine Tugenden nachahmen, o gnädige, o milde, o süße Jungfrau Maria.

2. Tag: Mit dem heiligen Johannes vom Kreuz: Maria unsere Fürsprecherin



 Der heilige Johannes vom Kreuz liebte die heiligste Mutter sehr. Der Tradition nach erfuhr er bereits in der Kindheit Ihren Schutz, als Sie ihn in Medina del Campo vor dem Ertrinken rettete. Da die Gottesmutter wußte, daß er zur Ausbreitung ihres Ordens beitragen würde, bewahrte Sie ihn vor dem Tod.
In seinen geistigen Werken sagt der mystische Lehrer wenig über Maria aus, aber das was er sagt, sagt sehr viel. Der heilige Johannes vom Kreuz stellt uns Maria vor allem als Vorbild im Gebet vor (vergl. Aufstieg auf den Berg Karmel 3, 2, 10) und fordert dazu auf, sich Sie als Patronin und Fürsprecherin auf dem Weg der Berufung und des inneren Lebens auszuwählen (vergl. Brief 12).







Ave Maria…

Maria, Königin und Zierde des Karmel, dem heiligen Johannes vom Kreuz folgend, wähle ich heute Dich zur Patronin meines inneren Lebens. Jeden Tag möchte ich zur Dir mit immer größerem Vertrauen beten: „Wohlan, unsere Füsprecherin, wende Deine barmherzigen Augen mir zu.“ Lehre mich auch, nach Deinem Vorbild, meinen Nächsten zu helfen. Dein Skapulier möge mich daran erinnern, daß ich mich stets unter Deiner Obhut befinde.

Königin und Zierde des Karmel, bitte für uns.
Heiliger Johannes vom Kreuz, bitte für uns.

(Novene zur Skapuliermuttergottes, Szczepan Praskiewicz, OCD, 2003)

Des Teufels Spiel

Ist übrigens die Seele demütig, nicht vorwitzig und auf Wonnegenüsse, wenn auch geistliche, nicht erpicht; ist sie im Gegenteil eine Liebhaberin des Kreuzes, so wird sie das Wonnegefühl, das der Teufel in ihr verursacht, wenig achten.

Dies kann sie nicht, wenn der Geist Gottes in ihr wirkt; vielmehr wird in diesem Falle das Vergnügen, das sie empfindet, sehr hochschätzen.

Der Teufel aber, der lauter Trug ist, wird, wenn er bemerkt, dass die Seele aus dem von ihm angeregten Genuß nur Veranlassung zu ihrer Verdemütigung nimmt, sein Spiel nicht wiederholen; denn er sieht dabei nur seinen Verlust.

Leben 146

(435-20150709)


Mittwoch, 8. Juli 2015

Novene „Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel“ (1/9)

(Nach dem Vorbild der Karmel-Heiligen)

Tägliches Gebet

Königin und Zierde des Karmel, Maria, unsere Mutter. Ich möchte Dich bitten, mir dabei zu helfen, von Tag zu Tag besser, demütiger, reiner, hilfsbereiter zu werden. Vor allem möchte ich Jesus lieben, so wie Du ihn geliebt hast. Gib, Mutter, daß Jesus alles in meinem Leben sei, so wie er alles in Deinem war. Ich empfehle Dir, Maria, alle Deine Kinder, vor allem meine engsten Familienmitglieder, die Bewohner meines Hauses, meine Freunde.
Schau auch auf jene, die auf der ganzen Welt meine Brüder sind durch das Zeichen des Skapuliers, jene, die ich nicht kenne, und die dich als Mutter verehren.
Ich bitte Dich außerdem, Zuflucht der Sünder, hilf denen, die mit verschiedenen Versuchungen, Süchten und Sünden ringen. Mögen sie nicht erliegen. Die hingegen, die erlegen sind, mögen umkehren und nicht mehr in der Sünde leben.
Du Heil der Kranken, hilf den Kranken, Leidenden und Verlassenen. Sei ihnen Trost und Erleichterung. Geleite, o Königin des Himmels, alle unsere Verstorbenen ins ewige Leben. Gib, daß sie das Antlitz Deines Sohnes schauen mögen. Wende uns Deine barmherzigen Augen zu und führe uns stets auf dem sicheren Weg zum Heil.
Laß mich Dich preisen, laß mich Deine Tugenden nachahmen, o gnädige, o milde, o süße Jungfrau Maria.

1. Tag: Mit der heiligen Teresia von Jesus: Maria unsere Mutter

Die heilige Theresia von Jesus, Reformatorin des Karmel ist eine durch und durch marianische Gestalt. Die Verehrung der heiligsten Mutter wurde ihr in der frühen Kindheit gelehrt. Die Heilige erinnert sich: „Ich suchte die Einsamkeit, um meine Gebete zu sprechen, besonders den Rosenkranz, den meine Mutter so sehr schätzte und die diese Andacht uns allen, jedem ihrer Kinder beigebracht hatte (Vita 4, 6). - Im Alter von 21 Jahren tritt Theresia in den Karmel, den Orden Mariens ein und empfängt Ihr Ordenskleid. Die Muttergottes wählt Theresia aus, um durch sie dem Karmel seinen ursprünglichen glühenden Eifer uns seine Schönheit wiederzugeben. Tatsächlich wird Theresia die zweite Mutter des Ordens genannt werden. Die heilige Theresia ist für uns ein besonderes Vorbild, wie wir als Kinder Mariens leben sollen. Sie bekennt: „Ich erinnere mich, daß als meine Mutter starb, ich gerade einmal 12 Jahre alt war. Als ich anfing zu begreifen, was für einen Schatz ich verloren hatte, begab ich mich unter eine der Figuren Mariens und bat die himmlische Mutter mit Tränen in den Augen, daß sie meine Mutter sein wollen möge.“ (Vita 1,7). - Theresia flieht nach dem Verlust ihrer irdischen Mutter zur himmlischen Mutter und erwählt sie sich als Mutter.

Ave Maria…

Maria, auch ich möchte mir Dich als Mutter meines Herzens erwählen, als Mutter meines inneren Lebens. Dein Skapulier, das ich trage, soll mich stets daran erinnern, daß ich Dein Kind bin. Maria, meine Mutter, ich entschließe mich dazu, Dir ähnlich zu werden und ein Zeuge Deiner Tugenden in der heutigen Welt zu sein.  

Königin und Zierde des Karmel, bitte für uns.
Heilige Theresia von Jesus, bitte für uns.

(Novene zur Skapuliermuttergottes, Szczepan Praskiewicz, OCD, 2003)

Vorsicht ist geboten

Wenn die Seele die Lust und Süßigkeit, die sie hier empfindet, auf Gott lenkt und zu ihm ihre Gedanken und Begierden erhebt, so kann ihr der Teufel wenig oder gar nicht schaden.

Er wird alsdann mit seiner Täuschung nichts gewinnen, vielmehr wird Gott es fügen, dass gerade das Vergnügen, das er in der Seele anregt, die Ursache großen Verlustes für ihn ist, weil die Seele, in der Meinung, dieser Genuss komme von Gott, aus Verlangen danach sich oftmals ins Gebet begibt.

Leben 146

(434-20150708)


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